Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 5-6 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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SS sich, und meine Ehre ist fröhlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen, denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du thust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle, und liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich." Hier wie in einigen andern Psalmen ist David, obfchon der Verfasser, doch nicht der wirklich Redende, sondern das ist der Messias, der ihn begeisterte und durch ihn redete. Hier sagt er deutlich, daß Gott seine menschliche Seele nicht im Scheol, an dem Orte der abgeschiedenen Geister lassen, daß er nicht zugeben wolle, daß sein Heiliger verwese, was das Ekbtheil alles Fleisches ist, sondern daß er ihn auferwecken und ihn zu seiner Rechten setzen wolle. Die Bestätigung dessen können wir sehen, wenn wir diesen Psalm mit dem hundert und zehnten Psalm vergleichen, denn da wird der Herr Davids, der kein anderer als der Messias sein kann, von Gott aufgefordert zu kommen und sich zu seiner Rechten zu setzen. M. G —. Sie sind völlig im Jrrthum. Im sechzehnten Psalm redet David von sich selbst. Er sagt, daß Gott ihn nicht in der Hölle, an dem Orte der Strafe und Qual lassen werde, obschon er das wegen seiner Sünde mit Bathseba und Uria verdient habe, sondern werde ihn aus dem schrecklichen Orte erlösen und ihn in der künftigen Welt zu eben solcher außerordentlichen Ehre erhöhen, wie in dieser Welt. Von der andern Seite werde das im hundertundzehnten Psalm von Elieser, dem Knechte Abrahams, in Bezug auf seinen Herrn gesagt, welchen Gott zum Priester einsetzte an Statt Melchisedechs, der dafür vom Priesterthum abgesetzt und erniedrigt wurde, daß er Abraham segnete und noch dazu vor dem Allerhöchsten Gott segnete. Ich— 3ch weiß, daß das eine Erklärung eurer Rabbinen ist, aber ist sie auch richtig? Ist David jemals an den Ort der Strafe gegangen? und wird dieser irgendwo Scheol genannt? Lernen wir nicht vielmehr aus den Worten Jakobs: „Ich werde mit Leid hinunter fahren in die Grube zu meinem Sohne," (I. Mos. 37, 35) daß das Wort Scheol nur den Ort der abgeschiedenen Geister bezeichnen kann? Dann wird hier auch beider Theile des lebenden Menschen,