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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 5-6 (1863) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
5-6 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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81 Gottes für die Menschen ist, so bezeugt Gott selbst von dem Messias, daß er der wahre Hohepriester ist für Juden und Heiden; denn auf ihn hat Gott der himmlische Vater gelegt die Sünden der ganzen Welt, und er wird und soll die priesterliche Handlung des Besprengens und Reinigens von Sünden vollziehen, wie es Jes. 58, 15 heißt: „Also wird er viele Heiden besprengen," und 1. Joh. 8, 1.8: „An Jesu Christo haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sünden; nicht allein aber für d^ unsere, sondern auch für der ganzen Welt." — Ist Melchisedek groß und erhaben, so ist der Messias Jesus doch noch unendlich größer, wie schon Jes. 58, 13 weissagt: „Er wird erhöhet, erhaben und sehr hoch sein," und zwar wie jüdische Erklärer sagen, höher als Abraham, erhabener als MoseS und höher als die heiligen Engel. So groß und herrlich Melchisedek auch war, dennoch war er ein Mensch, wie alle Menschenkinder; Christus sein Gegenbild aber ist der Gottmensch, der Immanuel, in welchem die Gottheit und Menschheit vereiniget ist; Melchisedek war ein Sünder wie wir; Christus aber der große Hohepriester ist der Heilige und Unschuldige und Unbefleckte; von den Sündern abgesondert; Melchisedek ein Licht, das zwar wie ein Stern leuchtet in der Dunkelheit jener Nacht; hier aber in seinem Gegenbilde, in dem Messias, ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit. Darum ruft auch der Ebräerbries das ernste Wort der Ermahnung allen seinen Lesern und Hörern zu: „Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesum den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bckenntniß. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitlciden haben mit unserer Schwachheit, sondern der versucht ist allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, aus die Zeit, wenn uns Hilfe noth sein wird. Ebr. 4, 14—16.

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