Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2554725-2554728--03893-2559805- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
64 Ihnen eine Übersetzung von deö Bischofs Briefe zu übersenden, und will es Ihnen ganz überlassen, wo und wie Sie denselben veröffentlichen. Ich zweifle nicht, daß die Christen in England sich freuen werden, von dieser interressanten Thatsachezu hören, und ich möchte Sie und die christlichen Freunde besonders bitten, so wohl für mich selbst, auf den so unerwartet ein solch verantwortliches Werk gelegt ist, als auch für die chaldäische Kirche zu beten, daß der Herr ihnen seinen heiligen Geist geben wolle, damit sie in den Stand gesetzt werden, ihren jetzigen Beschluß auszuführen. Sie werden sich freuen zu hören, daß es uns endlich gelungen ist, ein Stück Land zu einem Begräbnißplatze für die Protestanten zu bekommen, und daß wir bereits den Anfang gemacht haben, es zu umfriedigen. Es ist wahr, daß wir noch nicht den Firman erhalten haben, aber der Pascha und der Resident find so gewiß, daß wir ihn erhalten werden, daß sie es als eine abgemachte Sache ansehen, und der Letztere thut jetzt sein Äußerstes, daß die Umfriedigung fertig werde. Ein Theil der Anordnung und die Beaufsichtigung deö Baues ist mir übertragen. Die Hitze ist neulich außerordentlich groß gewesen. Der Termometer stieg Mittags in unserer Schulstube, der kühlsten Stube im Hause, bis auf 116 Grad (Fahrenheit). Sie bleibt so bis 3 Uhr Nachmittags selbst in der wohl beschatteten Verandah, und erreicht beinah Ivü Grad in den Serdab oder unterirdischen Kellern. Diese Zeit ist durchaus keine gesunde gewesen. Unsere Kinder sind in mancherlei Weise leidend gewesen, und meine theure Frau hat zwei Fieberanfälle gehabt und ist nun ganz mit Nesselfieber-Flecken und mit einer Art kleiner, sehr schmerzhafter Geschwüre bedeckt. Ich selbst habe auch ein gut Theil gekränkelt. Aber bei all' diesen Leiden blicken wir auf um Hülfe, Trost und Heilung zudem, der gesagt hat: „ich will euch nicht verlassen noch versäumen. Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." In Commisston: Carl Dnlfer's Buchhandlung in Breslau. Druck von C. H. Storch und Comp' in Breslau.