Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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an den erschienenen Christ und König Jsrael's! Die andern sind selbst von Talmud und Gesetz abgewichen und stellen sich den freigeisterischen, gottlosen Christen gleich, möchten gern frei sein und alle Rechte genießen,^ überall an der Spitze des Zeitgeistes, der schlechten Presse und der Unzufriedenheit und Empörung, aber Buße thun und Kinder Gottes werden wollen sie nicht! Darm, Geliebte, ist Israel ein warnendes Beispiel den Christen, die den innern Abfall mit Israel theilen, aber äußerlich von ihrem Fluche noch verschont sind. Es ist ihr Abfall noch strafbarer und gräulicher, als selbst der Jsrael's! Solche Christen gleichen Juda und Jerusalem zur Zeit der Propheten, die noch vom Gerichte des Herrn nicht getroffen waren, während Israel schon in Assyrien's Gefangenschaft schmachtete. Mit Recht sagt Jeremia, daß Israel eher Buße thun werde und dem Heile Gottes näher stehe, als das sichere und stolze Juda! So gilt noch heute: Viele Juden sind dem Himmelreiche näher, als tausende von abtrünnigen Christen, die den Namen haben, daß sie leben, aber todt sind in ihren Sünden, die ihren Gott und Heiland aufs neue kreuzigen und den, deß Brot sie essen, wie Judas, das verlorne Kind, mit Füßen treten. Welch' eine Tiefe des Abfalls! O ihr abtrünnigen Kinder! II. Je tiefer der Abfall, desto größer ist die Erbarmergnade Gottes unsers Heilandes, welcher ruft: Kehret wieder ihr abtrünnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam! Geliebte! Es ist ein Gefühl des Hasses und der Verachtung, welches nicht bloß die Heiden gegen dieses abtrünnige GotteSvolk erfüllt, nein, welches auch auf die Christen in ihrem noch unbekehrten oder von falschem Glaubenseifer erfülltem Zustande übergegangen ist. Schon St. Paulus sagt: Nach dem Evangelio halte ich sie für Feinde, um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb, um der Väter willen. Gottes Gaben und Berufung mögen Ihn nicht gereuen! (Röm, 11, 28. 29.) Seit dem Haben Heiden und Christen die Juden gedrängt und ver-