Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 3-4 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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44 in Nr. 26. Der Verfasser bedauert, „daß man unter uns Israeliten auch jetzt noch, wo man anfängt, für gute Bibelübersetzungen und deren Verbreitung ernstlich thätig zu sein, nicht eine gleiche Sorge trägt, daß die Bibel wie von der Jugend in den Schulen, so auch von den Erwachsenen im Leben, ihrem hohen Zweck entsprechend, gelesen, benutzt und angewendet werde, So lange nicht eine klare Erkenntniß von dem Zwecke der Bibel und von der Art ihres Gebrauchs, um diesen Zweck sicher zu erreichen, alle Schichten unseres Volkes durchdrungen hat, eine herrschende Ansicht, ein bleibendes Gefühl geworden ist, kann von einer allgemeinen Theilnahme an der Verbreitung der Bibel, von einem allgemeinen eifrigen Bibellesen und Bibelfreundlichkeit nicht die Rede sein; denn eine Sache, deren Zweck uns nicht klar vor Augen steht, und die wir nicht zu gebrauchen verstehen, lieben wir auch nicht sehr. — Die großen Erfolge, welche die Bibelvcrbrcitung unter den Christen errungen hat, wie da Millionen derselben die Bibel zur unentbehrlichen täglichen Nahrung des Geistes und des Herzens geworden ist, wahrlich! sie sind meistens jenem unermüdlichen warmen Eifer beizumeffen, womit christliche Geistliche von der Kanzel herab Alt und Jung über den Zweck der Bibel und wie sie mit Nutzen zu lesen sei, belehrten und deren Herz für dieselbe zu gewinnen suchten. Wie wenig geschieht aber bei uns hiefür, und wie wenig kann hiefür wenigstens durch mündliche Vorträge bei uns geschehen!" So schreibt ein jüdischer Religionslehrer. Wohl wissen wir, daß wenn auch selbst die Bibel in Häusern und Familien vorhanden ist, der Zweck derselben noch nicht erreicht, der alte, wahre, lebendige und beseligende Bibelglaube noch nicht eingekehrt ist, aber der Herr kann und will den Gebrauch, das Lesen, der Bibel dazu segnen. Die mitgetheilten Zeugnisse sind freilich nur noch schwache Lichtschimmer, aber wir möchten sie doch als solche begrüße». Jedenfalls meinen wir, wie schon gesagt, aus den mancherlei Wandelungen und selbst Widersprüchen so viel wahrzunehmen, daß man auf jüdischer Seite die Leere seines Innern empfindet. Diese wird auch bleiben und sich immer von Neuem fühlbar machen, so lange das Herz nicht ein Tempel des lebendigen Gottes geworden ist. Da wirst man, wie Jemand sagt, allerlei