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Dibre Emeth · 1863-01-01 · 1-2 (1863) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
19 (1863)
Issue
1-2 (1863)
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Gewissen, nicht alles Gefühl für Wahrheit und Ehrlichkeit absprechen will. In Nr. 16 d. a. Z. d. I. findet stch S. 199 eine „Privatmitrheilung" aus „Raab." Der Verfasser derselben erzählt, daß Herr vr. Jellinek in Wien ebenfalls für die verletzte Ehre des Judenthnms eine Lanze gebrochen" habe „durch das lebendige Wort der Rede." Er „wählte zum Thema den neuesten Glaubensartikel des preußischen Ministers und bewies im ersten Theile seiner Rede durch Citate der alten und neuen Geschichte das grade Gegentheil von dem, was Se. Ercellenz zu behaupten beliebte." Nach dem, was wir im Vorhergehenden «US dem mündlichen Gesetze angeführt haben, kann eine solche Beweisführung gar nicht schwer sein. Denn da das mündliche Gesetz besondere Verordnungen hat für die Zeit, wenn ste die Obergewalt über die Völker haben und wieder andere, wenn sie dieselbe nicht haben, sondern untergeordnet sind: so darf man ja nur die eine Klasse von Grundsätzen citiren und das Bild wird natürlich ein ganz anderes sein. Es fragt sich aber nur, ob die von uns angeführten Zeugnisse ächt sind oder nicht; sind sie in den genannten rabbinischen Schriften zu finden, so ist eö genug. Wenn die andern, die das Gegentheil aussagen, auch vorhanden sind, so wird sich nur Herausstellen, daß der Talmud ein doppeltes Maß hat und vaß hier wieder gilt, was wir schon oft als talmudischen Grundsatz erwähnt haben: Beiderlei Aussprüche sind von Gott. Das Neue Testament kennt keine solchen Ausflüchte und doppelten Verordnungen. Wie der Ausspruch des Herrn von Bethmann-Hollweg, so hat ein anderer, der in Baden gegen das Judenthum erhoben worden ist, vielfachen Widerspruch hervorgerufen. In Nr. 13 d. a. Z. d. I. lesen wir S. 149 aus Südbaden" Folgendes: „Die ultramontane Partei überfluthete das Land mit lithographirten Petitionen eines Eisenmenger würdig. Unter den vielen Gehässigkeiten wird dem Talmud auch zur Last gelegt, daß eS dem Juden ausdrücklich erlaubt sei den Christen zu betrügen. Diese schändliche Lüge, für die Leichtgläubigkeit des Landvolks boshaft berechnet, wurde zwar von mehreren unsrer Rabbinen in den Blättern und Blättchen des Landes einzeln wenn auch etwas spät, doch treffend widerlegt, unsers

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