Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 19 (1863)
- Issue
- 1-2 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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und Wichtigkeit, wenn auch das Volk, welches sie ursprünglich that und in Bezug auf welches die ganze Weissagung, die in den beiden angeführten Versen enthalten ist, geredet wurde, nicht mehr vorhanden ist. Dumah ist nicht der eigentliche Name des Landes, über welches hier die Strafverkündigung erfolgt; sondern wie zu Anfänge dieses Kapitels 21, 1 Babilon „die Wüste am Meer" und Kap. 22, 1 Jerusalem „daS Schauthal" genannt wird, so ist „Dumah" auch nur eine bildliche Bezeichnung für Edom. Es ist ein „bedeutsames Wortspiel", daß der Prophet Dumah für Edom setzt. Dumah heißt: Verstummen, Schweigen, Stille. Es soll dies Land ein Land des Schweigens, des Verstummens werden; jetzt war es noch sehr laut; aber so sehr es seine Stimme erhob und in seiner Feindschaft tobte gegen daS Volk Gottes, gegen Israel, es soll ihm seine Macht und Gewalt genommen, es soll zum Schweigen gebracht werden, und in Schweigen und dumpfer Stille bleiben für und für, während das Volk Gottes dereinst wieder hergestellt werden soll zum Lobe und Preise Gottes auf Erden. „Todtenstille soll in dem verheerten Lande herrschen."—Daß aber unter Dumah nur Edom verstanden werden kann, geht klar und deutlich aus den folgenden Worten hervor, da der Prophet spricht: „Man ruft zu mir aus Seir." Denn Seir ist das Land Edoms, wie es schon 1 Mos. 32, 3 heißt: „Jakob schickte Boten vor ihm her zu seinem Bruder Esau, ins Land Seir, in der Gegend Edom." Nach 5 Mos. 2, 4 spricht der Herr zu Mose: „Gebiete dem Volke und sprich: Ihr werdet durch die Grenze eurer Brüder, der Kinder Esau, ziehen, die da wohnen zu Seir." Edom soll ein Dumah werden. — Drechsler giebt in seinem Commentar zum Propheten Jesaias folgende Einleitung zu dieser „Last über Dumah": „Nacht ruht auf der ganzen Oikamenä schwer. Es ist der lastende Druck Assyrischer Herrschaft, die Alles entweder schon unter die Füße getreten hat oder unfehlbar demnächst unter die Füße treten wird, ohne daß vor den Augen der Welt irgendwo Hilfe wäre, irgendwie eine Hoffnung des Heils. Auch Edom ist unter dem gewaltigen Tritte des Eroberers entweder bereits zermalmt, oder es hat keine andere Aussicht mehr, als in kürzester Frist gleichfalls zermalmt zu werden. Nur Ein Volk steht zu der Zeit, zwischen dem