Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 11-12 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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170 Herr redete mit Mose und sprach r Rede mit den Kindern Israel und sprich r Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den heiligen SMM deß Hlasens zum Gedächtniß halten, da ihr zusammen kommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit thun, und sollt dem Herrn opfern. — Und der Herr redete mit Mose und sprach: Des zehnten Tages in diesem siebenten Monat ist der Versöhntag. Der soll bei euch heilig heißen, daß ihr zusammen kommt, da sollt ihr euren Leib kasteien, und dem Herrn opfern. Und sollt keine Arbeit thun an diesem Tage: denn es ist der Versöhntag, daß ihr versöhnet werdet vor dem Herrn, eurem Gott. Denn wer seinen Leib nicht kasteiet an diesem Tage, der soll aus seinem Volk gerottet werden. Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit thut, dm will ich vertilgen aus seinem Volk. Darum sollt ihr keine Arbeit thun. Das soll ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in allen euren Wohnungen. Es ist euer großer Sabbath, daß ihr eure Leiber kasteiet. Am neunten Tage des Monats, zu Abend, sollt ihr diesen Sabbath halten, von Abend an bis wieder zu Abend. — Und der Herr redete mit Mose und sprach: Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das Fest der Laubhütten sieben Tage dem Herrn" u. s. w. Die drei Feste, das sogenannte Neujahr, der Versöhnungstag und das Laubhüttenfest fallen nach diesen Worten in den siebenten Monat des jüdischen Jahres. Der Versöhnungstag, von dem nach der Ueberschrift hier besonders die Rede sein soll, steht in der Mitte und ist offenbar auch der hauptsächlichste und wichtigste festliche Tag. Wenn wir aber oben sagten, daß diese Feiertage auf göttlicher Einsetzung beruhen, so müssen wir jedoch hierhinzufügen, daß weder in der angeführten Stelle, noch 4. Mos. 89, wo ebenfalls von diesen drei Festen und der Feier derselben die Rede ist, noch auch sonst irgendwo in der heiligen Schrift gesagt ist, daß das am ersten Tage des siebenten Monats zu feiernde Fest das jüdische Neujahr sein solle. Das ist eine reine Erfindung der Rabbinen, die sich, wie Jedermann leicht sieht, schon dadurch um, so deutlicher als solche, man möchte sagen unsinnige Erfindung kennzeichnet und kund giebt, da es in Moses ausdrücklich heißt, daß dies Fest im siebentem Monat gefeiert wird. Der Anfang des