Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 7-8 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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108 aber um diesen Geist haben wir gefleht und dies Gebet wird nicht ohne Erhörung bleiben. Wir wissen, daß der König Israels herrschen wird, bis alle seine Feinde zu seinen Füßen liegen; wir stehen also nicht auf der Seite dessen, der seine Sache verliert... und darum bitte ich nur, daß wir uns in demüthigem Gebete vereinigen, daß der Herr seine treuen Boten, die sein Werk treiben, stärken möge, und zu dem Ende empfehle ich Euch auch die Resolution: „Daß der Bericht, von dem ein Auszug gelesen worden ist, gedruckt und verbreitet werde unter Leitung der Cvmitee; daß diese Versammlung mit innigem Danke wahrnimmt, wie die Pflicht und das Privilegium der christlichen Kirche in Bezug auf das Jüdische Volk bei uns zu Hause immer mehr und mehr erkannt wird und auch unter den Protestanten auf dem Eontinent immer mehr und mehr zur Geltung kommt; die Versammlung möchte daher Alle, die ihre schriftgemäße Obliegenheit hierin erkennen, auffordern, dahin zu wirken, daß sich je länger desto mehr wahre Christen an diesem Werk des Glaubens und der Liebe betheiligen." Der Prediger Herr E. G a rb e tt sagte: My Lord! der Wunsch, der in dem letzten Theile der Resolution ausgesprochen ist, die der edle Lord so eben gelesen hat, ist von der Art, daß ohne Zweifel ein Jeder von uns denselben in ein Gebet verwandeln und mit einem herzlichen und einmüthigen Amen besiegeln möchte. ... Ich kann mich sehr wohl der Zeit erinnern, wo ein Forschen in den unerfüllten Weissagungen und Theilnahme an der Judenmission betrachtet wurde als eine Sonderbarkeit einiger fanatischer Schwärmer, aber nicht als die Pflicht und Schuldigkeit der ganzen Kirche. Ein Mann Gottes, der noch unter uns weilt, erzählte einmal, daß er vor nicht gar langer Zeit in einer großen Gesellschaft war, in welcher ein Geistlicher sich stark erklärte gegen das Studium unerfüllter Weissagungen, und da er aufgefordert wurde, seine Meinung hierüber zu äußern, that er es mit diesen Worten: Er erinnere sich eines sehr alten Buches, das nicht mit den erwähnten Äußerungen übereinstimme, sondern vielmehr lehre, daß wir ein festes prophetisches Wort haben und wir sehr wohl thäten, auf dasselbe zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheinet. Jetzt hat sogar