Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1862-01-01 · 3-4 (1862) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
18 (1862)
Issue
3-4 (1862)
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554717-2554720--03673-2559579
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

testantischen Kirche darzulegen, nennt er in folgenden Worten : „Wir erhielten in diesen Tagen ein Verzeichniß der Bibliothek eines gewissen Da Costa in Amsterdam, zu welchem ein Herr Schwarz eine Vorrede geschrieben". (In einer Anmerkung wird der eigentliche Titel der Schrift angeführt.) Wenn Jemand diese Worte lies't, der mit den Verhältnissen unbekannt ist, der könnte deichen, das sei ja eine ganz unschuldige Sprache; vr. Ph. kennt die beiden genannten Herren ganz und gar nicht, er hat vielleicht ihre Namen zum ersten Male gehört und gelesen. Allein die Sache ist anders. Da Costa, der seit seinem Uebertritt zum Christenthum als ein hellleuchtendes Licht dasteht und die Lehre des Christenthums durch seine Schriften wie durch seinen Wandel bis in seinen Tod geziert hat, ist ein zu starker Beweis von der Macht der Wahrheit für vr. Ph... Das Einfachste und Beste ist daher für ihn, dessen Wahlspruch Wahrheit, Recht und Liebe ist, solche Beweise zu ignvr.iren. Man thut, als kennt man einen solchen Mann nicht, vr. PH. giebt zwar seinem leitenden Artikel die Ueberschrift: Unser Verhältniß u. s. w. und will damit sagen, daß er im Namen der ganzen Judenschaft schreibe. Allein daß sogar nicht einmal alle Mitarbeiter an seiner Judenztg. in sein Horn blasen und denselben Ingrimm gegen das Christenthum und namentlich gegen die Proselyten theilen, geht aus derselben Nr. 45 hervor, in welcher S. 645 eine Correspondenz aus Berlin mitgetheilt wird, die dasselbe Schriftchen anführt, und also lautet: „ Berlin, SS. Oktober. In den nächsten Tagen kommt in Amsterdam eine der kostbarsten Sammlungen zum öffentlichen Verkauf, welche in dem alten Sitze der spanischportugiesischen Juden wohl je verwahrt wurde. Es ist das die Bibliothek des am 28. April 1866 verstorbenen berühmten holländischen Dichters Jsaac da Costa" u. s. w. Der berliner Correspondent urtheilt also ganz anders. Und der andere Herr, den vr. Ph. mit den Worten: „ein Herr Schwarz" anführt, ist ihm, wie es scheint, auch ganz fremd und unbekanntI Nun, es wird wohl der Herr Schwarz sein, mit dem die Jdztg. vor einiger Zeit in mehreren Nummern sich sehr viel beschäftigt hat, der, als er eben die Kanzel besteigen wollte von einem Juden in der Kirche mit einem Messer angefallen wurde, und mehrere Stiche erhielt. Es iß nicht zu verwundern, daß der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.