Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 1-2 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Collegium in London ausgenommen und später als Juden-Misstonar ausgesandt wurde. „ Manche unserer Proselyten weilen nicht mehr hinieden. Aber von den Meisten der Heimgegangenen haben wir die zuversichtliche Hoffnung, daß sie im Frieden eingeschlafen sind. So z. B. jener Jüngling, der wenige Wochen vor seinem Ende noch in sein Tagebuch schrieb: Laß mich weise werden zur Seligkeit, o Vater in JEsu Christo. Vergieb mir um Deines Sohnes willen alle unbenutzte oder übel angewandte Zeit. Gieb mir ernstliche Reue über so Manches was vor Menschen verborgen, vor Deinem Flammenauge aber offen daliegt. Wenn ich bedenke, wie geduldig, barmherzig und gnädig Du, mein Gott, gegen mich bist, so sollte ich in den Staub niederfallen und auörufen: Vater, ich bin nicht werth, daß ich Dein Sohn heiße! Nimm mich an, wie ich bin und stoße mich nicht von Dir! — Nachdem er das Abendmahl empfangen, schrieb er: Du hast, mein theurer Jesu, mir heute im Genüsse Deines heiligen Mahles Deinen Leib und Dein Blut zur rechten Speise und zum rechten Trank geschenkt. Laß mich diese Gnadengüter nicht umsonst empfangen haben. Laß die Worte, für dich dahingegeben, für dich vergossen, nicht vergeblich für mein armes, stolzes Herz gesprochen sein. Wenn ich mich im Stolz überheben will, so laß diese Worte unauslöschlich vor meiner Seele stehen, und daß ich stets bedenke: für dich, du stolzes Herz, hat JEsus Alles erlitten und erduldet. Ach, mein Heiland, vergieb, daß ich mit meinen Sünde» Dich an's Kreuz gebracht! Ja, mein JCsu, sei Du mein, und laß mich Dein sein und ewig bleiben. Amen!" (Siche Missionsblatt des Rheinisch-Westphälischen Vereins für Israel Nr. 8, August 1861.) Dieses klingt denn doch, Gott Lob! ganz anders, als die Worte des Herrn Past. Harms, und wir sehen daraus, daß die Predigt an die Juden auch jetzt noch hilft und nicht fruchtlos ist, wenn sie ihnen in der rechten Weise entgegengebracht wird d. h. ohne Verachtung und in Liebe, an welcher Liebe es aber leider seither nur zu sehr bei den Christen gemangelt hat. Wir würden am liebsten unsere Bemerkungen hier schließen, in