Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 1-2 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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38 dann noch von demselben Volk: „Und sie sollen wieder im Lande wohnen, daS ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, darinnen eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darinnen wohnen ewiglich, und mein Knecht David soll ewiglich ihr Fürst sein." Wer also von der „Rückkehr der Juden in das gelobte Land" u. s. w. sagen kann, sie sei „der heil. Schrift geradezu entgegen;" oder wer diese Lehre für „Träume" und weiter nichts als „für Träume" erklären kann; oder wer aus Jakob, Israel und dem Lande Israel etwas Anderes, allenfalls ein geistliches Israel und eine ganze Erde machen kann, der thue es. Die Träume und Meinungen aber, die der heil. Schrift geradezu entgegen sind, werden bei denen sein, die die Schrift verkehren, aber nicht bei der Judenmission, die bei dem einfachen Wort der Schrift bleibt. — Fast möchten wir aber sagen, daß Past. Harms am Schluß seines Artikels in einen ärgeren und gefährlicheren Traum, — wenn auch nicht selbst verfällt, doch — seine fragenden Briefsteller einwiegt, als der wäre, vordem er sie warnt, indem er sie über die Judenmisston belehrend ermahnt, sich ja nicht mit derselben einzulassen noch an derselben zu betheiligen. Denn wenn er sagt: „Er"— Gott — „gebe uns den heilsamen Stolz, der als höchsten Ruhm, als höchste Ehre und Herrlichkeit nur das Wort kennt: ich bin ein Christ" — so müssen wir diese Worte wenigstens für sehr bedenklich halten. Der Verfasser des Liedes: Du sagst: ich bin ein Christ u. s. w. dürfte wohl schwerlich mit Pastor Harms in diesem Stück übereinstimmen. Die Worte Johannis deS Täufers Matth. 3, 9 an die Juden: Denket nur 'nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken u. s. w., enthalten doch jedenfalls viel eher eine Warnung vor, als eine Ermunterung zu einem solchen „Ruhm": „ich bin ein Christ." „So spricht der Herr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichthums, sondern wer sich rühmen will, der rühme sich deß, daß er mich wisse und kenne, daß ich der Herr bin der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der Herr." Jer. 9,23. 24. —