Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 1-2 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 deutlich diese zweimal gestellte Frage auch zweimal beantwortet, indem er V. 8 sagt: Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr mächtig im Streit;.und V. 10: Es ist der Herr Zebaoth. Bon keinem andern Könige, als von Jehövah Zebaoth ist demnach in Ps. 24 die Rede; aber der Lehrer Herzberg erfrecht sich für „Jehovah Zebaoch" zu setzen: „Der König Wilhelm." Wir wissen, Gott Lob/ daß die Heil. Schrift alten und neuen Testaments das Amt und die Person der Könige hochstellt; wir wissen auch/ wasdieselbe von den Unterthanen gegen dieselben verlangt, nämlich nicht nur: Jedermann sei unterthan der Obrigkeit; Gebet dem Kaiser was des Kaisers ist; man soll vor allen Dingen zuerst thun Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für die Könige und für alle Obrigkeit; sondern auch r fürchtet Gott, ehret den König, und: mit des Herrn Hilfe wollen wir auch ferner, wie bisherdieser Anweisung Nachkommen. Aber eine solche Anwendung, oder vielmehr einen solchen greulichen Mißbrauch des Wortes Gottes müssen wir auf's entschiedenste verwerfen und verurtheilen. Als der große Schwedenkönig Gustav Adolph 1632 in Naumburg auf seinem Siegeslauf von dem Volke angestaunt wurde, „Stimmen der Freude," wie Schiller schreibt, „ihn umtönten, wo er sich sehen ließ sich Alles anbetend vor ihm auf die Knie stürzte, man sich um die Gunst stritt, die Scheide seines Schwertes, den Saum seines Kleides zu berühren: empörte dieser unschuldige Tribut, den ihm die aufrichtigste Dankbarkeit und Bewunderung zollte, den bescheidenen Helden." Wir haben nicht den geringsten Zweifel, dass, wenn unser theurer König solche elende Schmeichelei hören sollte, wie die in dem genannten Gedichte, er sich ebenfalls mit edler Verachtung und Entrüstung wegwenden würde. Die heil. Schrift stellt uns zwei merkwürdige und lehrreiche Beispiele zur-Warnung hin. Dan. 4 wird uns vom König Nebukadnezar erzählt, daß er auf der königlichen Burg zu Babel gehend also anhvb: „Das ist die große Babel, die ich erbauet habe zum königlichen Hause, durch meine große Macht, zu Ehren meiner Herrlichkeit. Aber ehe der König diese Worte ausgeredet hatte-- fiel «ine Stimme vom Himmel: Dir, König Rebukadnezqrwird gesagt; Dein Königreich soll Dir genommen werden" u. s. w. Apostelg. 12,21—23 heißt es r „Aber aus einen bestimm-