Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 18 (1862)
- Issue
- 1-2 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 auf 5636 Thlr. 8 Sgr. und in Nr. 48 ist die Gesammtsumme noch nicht höher als 5833 Thlr. 2 Pf.; so daß im ganzen Jahre etwa 206 Thlr. eingegangen sind. So viel ist also aus Allem deutlich zu ersehen: Die Judenschaft in Deutschland ist in zwei große Heerlager getheilt; das Eine ruft: Wir schreiten vorwärts, und kämpft mit Spotten und Schmähen für die Fortentwickelung, für den Fortschritt; das Andere kämpft in ähnlicher Weise für den Stillstand. Ueber den Kämpfenden steht aber Einer, der zu seiner Zeit Beiden ' zurufen wird: Bis hierher und nicht weiter! Anderer Orten, wie in Oesterreich, im Orient, steht es unter den Juden nicht besser aus. In Bezug auf den Orient wollen wir ein Zeugniß aus der allg. Ztg. d. Judenth. anführen. In Rr. 43 findet stch ein Artikel, überschrieben: „Jerusalem," der „die dortigen Verhältnisse traurig" nennt, der von „dem fanatischen Gebühren der Mehrzahl" der Juden in Jerusalem spricht, dann nach Angabe des „Wiener Jahrbuches für Israeliten" der Uebelstände gedenkt, die stch hei den Geldsammlungen und Geldsammlern für Palästina immer mehr Herausstellen, ferner von den Bedürfnissen spricht, die in Palästina vorhanden sind und dann die Mittheilung also schließt: „Wir haben hinzuzufügen, daß auch ein von Dr. Lorje in Frankfurt a. O. gestifteter Verein zur Kolonisation in Palästina, der schon einige Erfolge gehabt, die öffentliche Mildthätigkeit anspricht. Der wesentlichste Uebelstand aber besteht in der Zwistigkeit, in dem giftigen Hader, der innerhalb der in Palästina weilenden Juden obwaltet. Wir haben von den verschiedenen Sendlingen (die nämlich zu Geldsammlungen ausgesendet werden) Briefe erhalten, welche auf einander die furchtbarsten Schmähungen enthalten, die bittersten Anklagen gegenseitig ausstoßen, und dadurch die allgemeine Wohlthätigkeit ein Jeder seiner Partei zuziehen will, ohne zu erwägen, daß dergleichen öffentliche Anschuldigungen die Hand der Barmherzigkeit für Alle verschließen. Diese Zwietracht, wenn auch stillschweigend, besteht nicht minder unter denen in Europa, welche sich der palästinensischen Angelegenheiten angenommen. Hat sich doch Sir MoseS Montefiore nicht einmal mit Herrn Albert Cohn, der deshalb persönlich nach London gereist war, verständigen können, wie andererseits das Amsterdamer Leh-