Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 11-12 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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idi unser Werk zu sein. Wenn irgend eine Möglichkeit dazu vorhanden wäre, so dürste kein Augenblick versäumt werden. Und es scheint uns, daß uns der Umstand, daß uns augenscheinlich von der Vorsehung Gottes Thüren geöffnet worden sind, zu demselben Schluffe drängt. Wir können zum Beispiel die Zustände in Italien nicht als einen Termin ununterbrochener Arbeit, sondern nur als eine Ebbe ansehen, woraus augenblicklicher Nutzen gezogen werden muß, da die Fluch ebenso unerwartet zurückkehren kann, wie die Ebbe eingetreten ist. Und wir können unsere Gefühle nur dahin aussprechen, daß unsere Freunde uns sogar dringend ermuthigen werden, die Ergebnisse der Untersuchungsreisen, welche einen besondern Zug unserer Thätigkeit im letzten Jahre bilden, zur Ausführung zu bringen. Sie werden sich eines Besuches erinnern, den Herr Stern in früheren Jahren den karaitischen Juden in der Krim machte, und es werden nur wenige hier sein, welche nicht den interessanten Bericht über die Reisen desselben unternehmenden Missionars in Arabien gelesen haben. Herr Brühl hat im Laufe des vergangenen Jahres Bombay besucht, wo er viele Juden von den Beni-Jsrael fand, obschon nach der Vorsehung Gottes das Schwinden seiner Gesundheit seinen Bemühungen sehr hinderlich war und sie abkürzten. Herr Gins bürg hat von seiner Station Constantina aus eine Reise zu den Juden in der Wüste Sahara gemacht, und seine Unterredungen mit vielen derselben waren sehr ergreifend, obschon die Zahl der Juden im Ganzen dort nicht sehr groß ist. Und — um zu dem elfteren wieder zurückzukehren — wir bewillkommnen heute auf dieser Plattform unfern Missionar Stern, der durch die große Gnade unsers Gottes in all den schrecklichen Gefahren auf seinen Wanderungen in Abyssinien beschützt geblieben ist, und der Ihnen von den Segnungen erzählen wird, die ihm fast ebenso ohne Beispiel wie unerwartet zu Theil geworden sind. Während wir denn die alten Gebiete unserer Misfionsthätigkeit nicht vernachläßigen möchten, halten wir es doch für unsere Pflicht, wozu wir auch Ermuthigung genug haben, den Samen auszustreuen, wo wir nur immer die Zerstreuten aus Israel finden und erreichen können, und wir bitten Sie um Ihre Liebesgaben und um Ihre anhaltenden Gebete für jeden Zweig unseres Werkes — ob auf alten oder neuen. Gebieten der Mission — damit Viele zu Christo gesammelt werden mögen.