Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 11-12 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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190 Betreff der Einnahme der Gesellschaft. Wenn wir die vielen und ungünstigen Umstände während des letzten Jahres betrachten, welche geeignet waren, die Beiträge auch des Bereitwilligsten zu verringern, so kann es nur als ein Beweis des fortdauernden Segens vom Herrn und als ein Zeichen des vermehrten Interesses von Seiten der Christen für das große Werk betrachtet werden, daß sich die Einnahme der Gesellschaft beträchtlich vergrößert hat. Zur selben Zeit kann die Darbietung von Mitteln nie zu groß sein, wenn alles das ausgeführt werden soll, was sich gerade jetzt besonders durch die Lage der Welt im Allgemeinen, und durch die Möglichkeiten — um nicht zu sagew, Wahrscheinlichkeiten — welche sich in Verbindung mit dem Volke Israel darftellen, andeutet. Die Juden und ihr Land sind auf die merkwürdigste Weise in neuester Zeit auf verschiedene Weise in Vordergrund gestellt worden; und wenn das Interesse und die Sorgfalt des Reisenden ihn viele Jahre hindurch vermocht haben, dem Publicum besonders ihr Land vor die Seele zu führen, so haben die schrecklichen Ereignisse, deren Schauplatz vor Kurzem Syrien gewesen ist, dazu gedient, es zu einem Gegenstände bei den verwickelten politischen Erwägungen des Tages zu machen. Die Wiederherstellung der Juden in ihr Land ist seit Kurzem ganz unabhängig von der Weissagung klar hervorgetreten, und es ist daher weder unnatürlich noch unnöthig einiger Maßen den Versuch zu machen, sich im Voraus zu denken was das Ergebniß einer solchen Lösung des großen politischen Problems für unser Werk sein könne. Die Juden neigen sich in großer Zahl dem Unglauben zu, und wenn sie noch irgend eine Hoffnung auf einen Messias haben, so können wir nur wenig daran zweifeln, daß sie irgend Jemand als solchen bereitwillig annehmen würden, welcher ihre weltlichen Interessen aufs Wärmste begünstigte und weder in sie dringe noch von ihnen erwarte, an irgend einem größeren Betrage von Religion fcstzuhalten. In einem solchen Falle möchte vielleicht irgend eine Religion irgend einer der Parteien keine Ungelegenheiten darbieten; aber ungezähmte Intoleranz müßte gegen den wahren Glauben die Oberhand haben, und der Predigt des Evangeliums würde entweder Einhalt gethan, oder sie könnte nur unter Umständen fortgeführt werden, unter welchen ein treuer Missionar täglich sein Leben in Gefahr sehen würde. Der Schluß aus allen diesem scheint von entschieden praktischer Natur und von unmittelbaren Einfluß auf