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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 11-12 (1861) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
11-12 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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179 Wüste trug. Wie ist es möglich zu denken, daß man sich des Bockes, eines gemeinen und verächtlichen Thieres, zu diesem besondern Zwecke bedienen konnte? Es ist ja klar, daß eine Uebertragung der Sünden des Volkes auf den Bock stattfand, und dazu eine solche Uebertragung, daß sie selbst den Mann verunreinigte, der ihn in die Wüste führte, während die ganze Gemeinde so gereinigt wurde, daß man von ihren Sünden sagte, sie seien in die Wüste hinweg getragen worden. Dies war deutlich die Lehre der Stellvertretung, die Lehre der Versöhnung, die Uebertragung der Schuld von der Gemeinde auf den Bock; und diö Lehre von der Versöhnung ist in dieser einzigen Verordnung so stark und klar hervorgehoben, daß sie kein geistiger Riese unter den Rationalisten leugnen kann, während sie zur selben Zeit so leicht zu verstehen ist, daß sie ein kleines Kind fassen kann. Am Schlüsse des interessanten Antrages, welcher gestellt worden ist, ist ein Ausdruck gebraucht, zu welchem ich eine praktische Bemerkung machen will, nämlich, „daß nach der Meinung dieser Versammlung die gegenwärtige Lage der Juden, des alten Gottesvolkes, eine solche ist, daß sie der Kirche Christi Ermuthigung genug gewährt, in ihren Bestrebungen fortzufahren, die Uebriggebliebenen in Israel zu der Erkenntniß der Wahrheit in Christo zu bringen." Wir stimmen alle darin überein, daß die Juden als ein Volk auf einige Zeit von Gott verstoßen sind. Diese Wahrheit stehet so deutlich im Reuen Testamente geschrieben, daß sie kein Mensch, der irgend eine Kenntniß des Buches von Gott hat, leugnen kann. Unser Herr selbst erklärt, daß, weil die Juden den Tag ihrer Heimsuchung nicht erkannten, diese Dinge vor ihnen verborgen bleiben sollten. Doch während die Juden als ein Volk verworfen worden sind, sind es nicht die Einzelnen, und wir sind daher berufen dem Juden ebenso wie jedem andern Menschen die Wahrheit zu predigen, welche ursprünglich seinem Volke gepredigt wurde. In der That sind wir berufen das Evangelium in der. ganzen Welt jedem Volke zu predigen, und die Juden können keine Ausnahme machen. Unser Herr Jesus Christus, welcher cS so bestimmt ausspricht, daß das Reich Gottes von dem jüdischen Volke genommen und einem andern gegeben werden soll, spricht es ebenso bestimmt aus, daß Buße und IS*

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