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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 11-12 (1861) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
11-12 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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167 Bestand in größter Gefahr ist, das hindert sie nicht, das läßt sie nicht die eklatantesten Skandale fürchten. Warum? Ist ihr religiöser Fanatismus so groß? O, bewahre! Auch an ihnen ist die Zeit nicht spurlos vorübergegangen, und ihr Fanatismus für ihre Religion ist so gewaltig nicht. Vielmehr sind es persönliche Motive, Leidenschaften der gemeinsten Art, Ehrgeiz, Habsucht und Wollust, oder wie bei den Sendlingen und Söldlingen der englischen Missionsgesellschaft, das Brot, das sie zwar reichlich, aber nicht umsonst verzehren wolle», es muß doch Etwas dafür geschehen, es müssen doch einige Judenseelen in den Jahrbüchern der Gesellschaft figuriren." „Doch dieses Kapitel ist so groß, daß wir wohl wünschten, ein mit diesem Gegenstände ganz betrauter Mann möchte es einmal umfassend und systematisch behandeln, und die Wege und Mittel, die Schleichwege und Mittelchen classificiren und beschreiben, welche die Judenbekehrer anzuwenden pflegen. Das Material liegt sehr reichlich vor." Es ist wohl ziemlich deutlich aus diesen Worten zu ersehen, daß der Schreiber des Artikels, soll man sagen moralisch gezwungen ist, einen Unterschied zu machen und anzuerkennen zwischen Charakteren und Handlungen, wie die des Kanonikus Ptallet und denen der „Söldlinge der englischen Missionsgesellschaftallein so gemein und schmutzig auch die Begebenheit ist, trägt das jüdische Volksblatt kein Bedenken, die ganze Mission in denselben Schmutz hinein zu ziehen. Der Mann, welcher, wie Ihre „Stimmen der Wahrheit" vor einiger Zeit uns micheilte», „Wahrheit, Recht und Liebe" als den Wahrspruch der israelitischen Religion hinstellt, tritt gradezu Wahrheit, Recht und Liebe schnöde mit Füßen. Doch ich weiß, ich theile Ihnen damit nichts Neues mit, und wir können von solcheri Männern, wie der Redacteur des jüdischen Volksblattes und der allgem. Ztg. des Judenthums, auch in Zukunft nur erwarten, daß sie wohl mit großem Pathos von Wahrheit, Recht und Liebe schwatzen, aber um so dreister alle Wahrheit, alles Recht und alle Liebe in ihrem Thun verleugnen werden. — Nur noch eine Probe von dem Geiste und Tone des jüdischen Volksblattes.

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