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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 11-12 (1861) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
11-12 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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163 der Überschrift: „Die Heide» de/ Erde vor dem jüdischem Gerichtshof", Alexander der Große als vor diesem Gerichtshöfe stehend aufgeführt. Es wird da erzählt, wie „der vielgerühmte Held nach seinem frühen Tode vor das Gericht Gottes trat" und dort, „da er gewahrte, daß sein Urtheil nicht zu seinen Gunsten ausfallen werde," gegen das Verfahren protestirte und bat, „vor ein menschliches Tribunal" gestellt und von „Wesen, die auch Menschen waren" gerichtet zu werden. Demgemäß wurde, wie weiter das Mährchen erzählt, „der tobte König" zurückgeführt und endlich wurde in einer Halle, in welcher „fünf erhabene Gestalten in schweigendem Ernste um eine Tafel saßen", zu Alexander dem Großen gesagt: „Hier bist du zur Stelle. Diese Männer werden deine Anklage und Vertheidigung vernehmen und über dich das Urtheil sprechen." Die fünf erhabenen Gestalten waren, wie aus dem Folgenden erhellt: Samuel, David, Jesaias, Daniel und Simon der Gerechte. Ich übergehe die ganze Erzählung, wie die genannten Personen charakterisirt, welche Worte ihnen und dem Alexander in den Mund gelegt werden und will nur Zweierlei anführen. Jesaias wird S. 46 also geschildert: Er „war in der langen Reihe der gottbegeisterten Seher der begeistertste, der mächtig in die Schicksale seines Volkes eingriff. Zu seiner Zeit kam ein gewaltiger König und belagerte Jerusalem, daß es fast zu Ende ging; aber Jesaias schlug ihn mit der Ruthe seines Mundes, daß sein Heer in einer Nacht von der Erde verschwand, nämlich durch eine Seuche, welche Hunderttausende hinwegraffte." — Alexander den Großen führt das Mährchen unter Anderm also redend an S. 47: „Aber haben die Menschen für meine Thaten mich nicht vergöttert? Erklärten sie mich nicht für den Sohn des Zeus? Mußte ich nicht glauben auf dem rechten Wege zu sein? Mußte mich das Lob aller Völker nicht anspornen, immer Größeres und Größeres zu thun?" Die Erwiderung blieb nicht aus. Der weise Daniel antwortete ihm: „Als ich den Rebukadnezar verwqrnte ob seines Hochmuths, in welchem er seinen Stuhl über die Sterne stellte, und ihm seine Erniedrigung verkündete, da jagte er mich aus seinem Palaste, entkleidete mich aller Würden und stieß mich unter die Hefe des Volkes. Als ich dem 11*

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