Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1861-01-01 · 11-12 (1861) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
11-12 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2554541-2554709-2554716--03583-2559487
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

162 finde, daß in der heiligen Schrift die Polemik auch fleißig getrieben wird; unser Herr und Heiland polemistrte sehr stark gegen die Pharisäer und Schristgelehrten seiner Zeit; seine Apostel polemistren nicht minder gegen alles Heiden - und rabbinisches Judenthum, so wie gegen alle Befestigungen des Satans und gegen Alles, was sich gegen die Erkenntniß Jesu Christi auflehnt. Es ist ja auch gar nicht anders möglich, als daß, wenn der Bau des geistlichen Hauses, der Kirche Jesu Christi, aufgeführt werden soll, aller Schutt ' entfernt werden muß, der dem neuen Aufbau hindernd im Wege liegt. Als Israel aus Babylon zurückkehrte, bauten sie ihren Tempel, indem sie in ver einen Hand die Kelle und in der andern das Schwert hielten. Die Bauleute am geistlichen Hause werden sich daher wohl auch immer zugleich als gute Streiter zu erweisen haben. — Die Polemik in Ihrem Blatt hat sich aber, so viel mir bewußt, bisher hauptsächlich nur gegen ein einziges jüdisches Blatt gewendet, nämlich gegen die Allgemeine Zeitung des Judenthums. Mag immerhin dieses Blatt wegen seiner Bitterkeit und Feindschaft, die sich fast in jeder Nummer bei den verschiedensten Gelegenheiten gegen das Christenthum und die Verbreitung desselben ausspricht, auch eine besondere Berücksichtigung erfordern, um seine Entstellungen der Wahrheit ans Licht zu ziehen und den in der genannten Ztg. herrschenden Geist zu charakterisiren; so sollten Sie, verzeihen Sie mir diese Bemerkung, doch auch andere Schriften der Art nicht ganz ignoriren, da in den letzteren sich sehr oft und viel derselbe feindselige Ton findet. Das Blatt, welches ich besonders vor Augen habe, ist das „jüdische Volksblatt; zur Belehrung und Unterhaltung auf jüdischem Gebiete; herausgegeben von Rabbiner vr. Lud. Philip p so n iy Magdeburg"; eine Zeitschrift, die durch neu aufgetischte alte Mährchen recht geflissentlich darauf berechnet zu sein scheint, das jüdische Volk zu fanatistren und bei jeder Gelegenheit auch dem Christenthume einige Streiche zu versetzen. Es sei mir vergönnt, Ihnen einige Proben aus dem genannten Blatt mitzutheilen, aus denen Sie die Bestätigung der eben gemachten Bemerkungen ersehen werden. In Rr. IT des gegenwärtigen Jahrganges (1861) wird unter

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.