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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 9-10 (1861) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
9-10 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Dies ergiebt sich aber besonders aus Einzelnem. Sieht man in die Schrift, so findet man z. B. die Verheißung, daß das Volk Israel ein Segen für alle Völker der Erde sein solle — daß alle Völker mehr oder weniger in Verbindung mit dem Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs gesegnet werden sollen; und wir können uns zuversichtlich auf die ganze Geschichte Israels, vom Anfänge bis auf unsere Tage berufen und fragen, ob das Volk nicht ein Segen für die Welt gewesen ist.. Viele Jahrhunderte waren sie die Träger der göttlichen Verheißungen. Ihnen war vertrauet, was Gott geredet hat. Sie bewahrten die Einheit Gottes, und durch ihren Gottesdienst wurden sie die Werkzeuge, andern Völkern die große Wahrheit darzulegen, daß es Einen lebendigen und ewigen Gott giebt, der den Grund der Welt gelegt hat. Von den Juden haben wir unsere Kenntniß deS Christenthums. Unser hochgelobter Heiland war ein Jude nach dem Fleisch. Die Apostel waren Juden. Wir haben die Schrift von Juden erhalten, und bis auf diesen Tag sind sie ein Segen für die Welt, denn ihrFall hat, nach dem geheimnißvollenVorscitzeundderVorsehung Gottes, zur Einsammlung der Heiden dienen müssen, und wir dürfen mit Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft blicken, daß die Heiden an ihrer künftigen Herrlichkeit Theil haben werden; „denn wenn," nach der Sprache des Apostels, „ihr Fall der Welt Reichthum ist, und ihr Schade (Verminderung) der Heiden Reichthum, wie vielmehr, wenn ihre Zahl voll würde" (ihre Vollzahl). Dies ist wiederum ein besonderer Beweis für die Inspiration des Buches, das uns sowohl eine Geschichte des Volkes Israels in der Vergangenheit giebt, als auch in die Zukunft sehen läßt auf die herrliche Bestimmung, welche für dasselbe noch aufbewahrt ist. Ein anderer Punkt. Das Wort GotteS sagt unS deutlich, daß das Volk Israel verfolgt, verachtet und mit Füßen getreten werden soll, und daß dennoch die Völker, welche die Juden besiegten, die Verehrung deS Einen GotteS annehmen würden, von dem die Juden beschützt worden sind, und den sie als sein Volk zu verehren bestimmt waren. Denkt nur an die wichtige Verheißung des Sacharjah: „Zu der Zeit werden zehn Männer aus allerlei Sprachen der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel ergreifen und sagen; Wir wolleil mit euch gehen, denn

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