Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1861-01-01 · 9-10 (1861) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
9-10 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554709-2554715--03550-2559453
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

130 fällen, da er in Dingen, die das Hebräische und den Talmud berühren, sehr schlecht bewandert ist, wie solches vielfach undunzweideutig aus seinem sogenannten Bibelwerk hervorgeht. Auch die angeführte Entgegnung in Nr. 18 könnte dies — wenn es noch nöthig wäre — hinlänglich beweisen. — Der Redacteur der „Zeitung deS JudenthumS" macht Herrn v. Pilsach einen Vorwurf, daß er eine Anmerkung in einem vor etwa 20 Jahren erschienenen — nur sehr wenigen Gelehrten bekannten hebräischen Wörterbuche in hebräischer Sprache nicht gelesen habe! Das geckenhafte Prahlen mit einer vermeintlichen Weisheit des gedachten Wörterbuches deS Parchon zeigt vollkommen seinen Standpunkt (s weiter unten S. 136 Note 3). Und würde uns dies in gedachtem Artikel der Judenzeitung sehr wundern, wenn wir nicht seit Jahren an dergleichen Phrasen gewöhnt wären. Doch, lassen wir die Todten ihre Todten begraben, und gehen auf die Sache selbst näher ein. Wenn ich Sie recht verstanden habe, so wünschten Sie von mir, ich möchte es versuchen, Ihnen eine strengwissenschastliche Darstellung zu geben von der Bedeutung des Wortes und zwar 1) Wann und wo läßt sich dessen Gebrauch zuerst geschichtlich Nachweise»? und 2) Blieb dessen ursprüngliche Bedeutung durch das Mittelalter bis auf unsere Zeit unverändert? Ad 1. Das letzte Opfer auf Golgatha war gebracht. Aber die Feinde der Wahrheit schnaubten immer noch Rache. Grenzenlos war die Wuth ihres Zornes, die sich jetzt gegen die Anhänger deß, der der Weg und die Wahrheit und das Leben ist, wendete. Kein Alter, kein Stand, kein Haus war gegen die Gewaltthaten der Feinde Christi sicher. Selbst die Synagogen und die Gebethäuser waren häufig Zeugen von Drangsalen und Verfolgungen, die nur in den späteren Verfolgungen der Inquisition ihres Gleichen gefunden haben. Aber statt die Anhänger Christi auszurotten, mußten die Verfolger bald die Ueberzeugung gewinnen, daß gerade diese Strenge die Zahl der Jünger Christi täglich vermehre und die Ver-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.