Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 7-8 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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117 dürft nicht verzweifeln. Ein solcher Zwischen-Zustand wird nur für eine Zeit dauern, und ihr könnt unterdessen all eure Anstrengungen und Mittel auf andere und hoffnungsvollere Arbeitsfelder richten. Es giebt große Länder, die auf eure Misstonare warten — viele Länder, bisher noch von keinem Christen betreten, warten auf die Botschaft deS Evangeliums, und sie erwarten sie, wie ich glaube, von euch. Unser Freund, Herr Stern, für dessen Rückkehr wir Gott preisen, wird euch heute erzählen, wie er es in Abysstnien fand — daß dort eine Viertelmillion Juden sind, welche von der Zeit Nebukadnezars an Nichts von der Geschichte des Judenthums oder Jerusalems wissen. Diese Leute können zum Glauben an Christum gebracht werden, und da habt ihr ein Heer von wahren und treuen Kriegern bereit zu jeder Zeit zurückzukehren und ihr rechtmäßiges Erbe in Besitz zu nehmen. Aber wie nur immer unsere Erklärung der Weissagungen sein mag, ob wörtlich oder bildlich, ob leiblich oder geistig, ob unsere Arbeiten ausgedehnt oder beschränkt werden, unser Princip bleib ein und dasselbe; wir müssen fortarbeiten ebenso auf einem kleinen Gebiete, wie auf einem großen. Unsere Pflicht ist es, auszuharren, zu hoffen und zu beten, denn es heißt: „den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens die Freude." Es ist unsere Pflicht zu arbeiten und zu beten, daß das protestantische Reich England, von dem allmächtigen Gotte so reich gesegnet, noch erhalten, wie ich hoffe, zu immer größeren Anstrengungen in dieser heiligen Sache; es ist unsere Pflicht zu arbeiten und zu beten, daß das protestantische Reich England das wahre Land der Schiffe von Tarfchisch, die fremden Kinder seinmögen, welche die Mauern Jerusalems bauen, und die schnellen und treuen Boten, welche die gute Botschaft des Heils zurück nach dem Berge Zion bringen sollen. Ich habe der Versammlung mitzutheilen, daß ich einen Brief in Händen habe, welchen ich vorlesen will. Ich richtete einen Brief an den König von Preußen, und der König von Preußen ist so gütig und gnädig gewesen mir eine Antwort zugehen zu lassen, welche ich nun der Versammlung mittheilen will: „In der Mittheilung, die Sie Mir unterm 18. März dieses I. bei Gelegenheit des Todes des seligen Königs, Friedrich Wilhelm IV.,