Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 7-8 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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110 Strafe ihrer Miffethat gefallen lassen? 3. Moses 26, 18.21. 24. 28. 40—42. Abgesehen selbst von allen Zeugnissen und Verheißungen des göttlichen Wortes, müßten wir nicht schon, wenn wir uns nicht durch vorgefaßte Meinungen bestimmen ließen, aus dem bloßen Dasein der Juden zum Schluß kommen: Ein Volk, daS auf so merkwürdige und wunderbare Weise vor dem von allen Seiten ihm zugedachten und so oft und vielfach ihm bereiteten Untergänge bewahrt geblieben, das vor allen andern Völkern in dieser Hinsicht ausgezeichnet ist, muß noch eine besondere Bestimmung haben? Aber wir sind hier nicht auf Vernunflschlüsse und bloße Vermmhungen gewiesen und beschränkt, sondern wir haben ein festes Wort Gottes, und das ist gerade über diesen Gegenstand so reichhaltig, daß cs nur Verwunderung erregen kann, wie Christen, die sich mit der Bibel beschäftigen und dieselbe als untrügliches Gotteswort anerkennen, dies nicht sehen können oder nicht sehen wollen. — Es ist ein Doppeltes, das der Herr diesem Volke Israel verheißen hat, wie wir oft und viel gesagt haben und wie es auch in ven oben angeführten Stellen der Schrift ausgesprochen ist, nämlich eine allgemeine Bekehrung und eine Wiederherstellung. Wir wollen uns diesmal nicht auf eine weitere Darstellung und Beweisführung der Wahrheit dieser beiden Gegenstände einlaffen; sie sind schon oft genug und vieler Orten als unleugbare Schriftwahrheiten nachgewicsen. Was auch die Gegner derselben Vorbringen, so sind sie doch nicht im Stande nur zu behaupten, viel weniger zu beweisen, daß die beiden Stücke nicht in der Bibel enthalten wären. Sie können sich nur damit helfen, Alles zu spiritualisiren und dann etwa hier und da, bei einer und der andern Stelle zu sagen, man geralhe auf Abgeschmacktheiten, auf Absurditäten, auf Abentheuerlichkeiten, auf Widersprüche, wenn man Alles buchstäblich auffaffen wolle. Zuerst bürdet man den Vertheidigern der künftigen Bekehrung und Wiederherstellung Israels mancherlei Dinge auf, und dann zieht man aus denselben deu Schluß: also muß die ganze Sache unhaltbar und verwerflich sein. So sagt z. B. auch Herr Prof. H. S. 112: „Man geräth bei der buchstäblichen Auffassung der Stellen, welche die zukünftige Herrlichkeit Zions und Jerusalems betreffen, aus Abentheuerlichkeiten , welche