Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 5-6 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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«nd gläubigen Arbeiter beraubt. Herr Atkinson, welcher zum Nachfolger vr. Macgowan's bestimmt war, ist auf rin andere- Arbeitsfeld berufen worden, und hat uns vor vierzehn Tagen verlaffen. Sv war denn Herr Prediger Bailey, dessen Hauptaufgabe bisher der Unterricht der Knaben unserer Proselyten gewesen war, allein übrig für den Dienst der Kirche und Mission. Dieß veranlaßte mich, Herrn Prediger Flaischacker, welcher wegen der Gesundheit seiner Frau von Jaffa hierher gekommen war, in Jerusalem zu behalten, und der Herr hat seinen Aufenthalt hier während der schweren Prüfungszeit gesegnet. Außer den Predigten in deutscher Sprache hat er mehrere Katechumenen unterrichtet, die Proselyten zusammen gehalten, mit ihnen die Schrift gelesen und gebetet und den Juden in ihrenHäusern, oder wo sich sonst Gelegenheit darbot, das Evangelium gepredigt. Hierin hat er eine große Hülfe an Hrn. Jltewitz, einem frommen Proselyten, gehabt, welcher als Arzt mit den Juden in vielfache Berührung kommt. Ich hatte beabsichtigt, im vergangenen Frühjahr Europa zu besuchen, theils wegen meiner Gesundheit, theils in der Absicht, für das besondere Werk, das meinen Händen anvertraut ist, einiges Interesse zu erwecken, indem ich es seit einiger Zeit schwer gefunden habe, die nöthige Geldunterstützung zur Aufrechthaltung der Schulen, des Waisenasyls und Unterhaltung der Schriftvorleser zu erhalten; da ich aber die Schwäche der Mission sah, entschied ich mich zu bleiben. Der Herr hat mir jedoch gezeigt, daß er meines Dienstes nicht bedarf, indem er mich gegen fünf M-nate aufs Krankenbett legte und mich bis an den Rand des Todes brachte. Dessen ungeachtet hoffe ich, wie ich fest glaube, daß er Gebete erhört, daß meine besondere Prüfung selbst für unsere Gemeinde und unser Werk nicht ohne Segen gewesen ist. Was mich betrifft, so hoffe ich, daß ich seinen heiligen Namen für diese schwere Heimsuchung in alle Ewigkeit preisen werde. Ungeachtet aller dieser Schwierigkeiten hat unS der Herr doch nicht ohne Segen und einigen Erfolg gelassen. Alle unsere Gottesdienste in der Kirche und an anderen Orten sind (mit Ausnahme des spanischen seit der Abreise des Herrn Crawford) regelmäßig gehalten und wenn man die ungesunde Jahreszeit in Betracht zieht,