Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 5-6 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554709-2554713--03507-2559408- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
89 Die Thatsache, daß mich mein Amt während des verflossenen - JahreS zwei Mal nach Egypten rief, und daß ich beinahe fünf Monate lang ans Krankenbett gefesselt wurde und andere Umstände erlauben mir bei dieser Gelegenheit nicht, wie in früheren Jahren, weitläufig in Einzelheiten unsers Misfionswerkes einzugehen, vbschon ich mir bewußt bin, daß Ihr, besonders Ihr, die Ihr uns mit Euern Gaben und Gebeten unterstützt habt, ein Recht habt, solche Einzelheiten von uns zu erwarten. DaS letzte Jahr ist für die ganze Misston in diesem Lande, besonders aber für die Mission unter den Juden ein Jahr schwerer Prüfungen gewesen, so daß nur wenig gethan werden konnte. Die selige Miß Cooper, die so thätig und eifrig war, wurde gerade zu der Zeit,,als ich mein letztes Schreiben an Euch richtete, zur ewigen Ruhe abgerufen. Zur selben Zeit hatte auch unser theurer Mitarbeiter, vr. Macgowan, der nicht allein als ein theilnehmender und erfahrener Arzt das Werkzeug des Segens und Trostes für Tausende von armen Juden und Andern, sondern auch als ein demüthiger und gläubiger Christ ein Pfeiler unserer kleinen Kirche war, einige Zeit hindurch gekränkelt, und obschon er noch an dem Gottesdienste und der Abendversammlung des 21. Januars einen freudigen Antheil nehmen konnte, so wurde er doch schon am 6. Februar abberufen, um zur Freude seines Herrn einzugehen. Durch seinen Tod ist eine große Lücke entstanden, die wir um so tiefer fühlen, als es seine fromme Wittwe für ihre Pflicht hielt, nach England zurückzukehren. Einige Tage später reiste Herr Prediger Hefter, nach vorherigem Nebereinkommen mit dem Comite der Gesellschaft, nach Europa ab und war bis um die Mitte Novembers abwesend. Inzwischen hatte auch Herr Crawford, Prediger an der Christus-Kirche auf dem Ber^e Zion und Senior der Mission den ganzen Winter hindurch gekränkelt, aber gehofft, daß das wärmere Wetter des Frühlings und Sommers wohlthätig auf seine erschütterte Gesundheit einwirken werde. Da eö jedoch mit seiner Gesundheit immer schlimmer wurde, so fand er sich genöthigt, am 5. Juli nach England abzureisen, wo es sich, wie wir zu unserer Freude hören, mit derselben etwas gebessert hat. So wurden wir in wenig Monaten der Hülfe mehrerer thätigen