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Dibre Emeth · 1861-01-01 · 1-2 (1861) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
17 (1861)
Issue
1-2 (1861)
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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vermehrt hat< liegt theils daran, daß sie mit Vorurtheilen gegen das Christenthum von Jugend an erfüllt werden und solche Vorurtheile, so zu sagen, mit der Muttermilch einsaugen; daß ihnen eine gewisse geistige Blindheit widerfahren ist, wodurch sie das Helle Licht des Evangeliums nicht sehen; rmd endlich, daß bei solchen, die das Christenthum bereits als Wahrheit erkannt haben, leibliche Umstände, als die Furcht, ihren irdischen Unterhalt zu verlieren, sie abhalten, ein öffentliches Bekenntniß abzuleqen. Doch alle diese Schwierigkeiten wird die verheißene Ausgießung des Heiligen Geistes über Israel für immer beseitigen. Sie haben kerne gegründete Ursache, den Herrn Jesum zu verwerfen, wie wir weiterhin noch sehen werden; aber sic sind Inden, weil es ihre Borväler waren, und wenige von ihnen haben die Sache des Christenthums gründlich geprüft, daher beharren sie im Unglauben und verwerfen gleich ihren Vätern den auch zu ihrem Heil erschienenen Messias »och heute. So groß aber auch alle diese Schwierigkeiten sind, so giebk doch Gott selbst in den obigen Worten die Versicherung, daß sie endlich alle völlig überwunden werden sollen. Die Absichten Gottes können nicht verhindert werden. Sollte eS umsonst sein, daß Gott den Messias von Mutterleibe an berufen, daß Er seines Namens gedacht bat, da er noch in Mutterleibe war; daß Er seinen Mund gemacht hat, wie ein scharfes Schwerbt u. s. w., und sollte Er Sein Werk durch ihn nicht ausführen und zu Stande bringen können? Gewißlich! Obgleich Jacob noch nicht bekehret und Israel noch nicht gesammelt ist, so ist doch Christus vor dem Herrn herrlich und Sein Gott ist Seine Stärke und spricht: Es ist ein Geringes, daß du mein Knecht bist, die Stämme Jacobs aufzurichten und das Verwahrlosete in Israel wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, daß du seist mein Heil bis an der Welt Ende. Hier ist also eine ausdrückliche Verheißung, daß nicht nur die Juden, sondern auch die Heiden, d. i. alle Völker bis an der Welt Ende, durch den Messias als das Licht der Welt erleuchtet, oder zur Erkennlniß Gottes gebracht und durch das Heil, oder die von dem Messias zu bewirkende Erlösung von der Sünde errettet werden sollen. Und sollte Gott diese Seine Verheißung nicht erfüllen?

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