Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 17 (1861)
- Issue
- 1-2 (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 Aufsatz in der allg. Z. d. I. Nr. 45 überschrieben: „Zur Schillerfeier" werden S. 651 „Seine" — Schillers — „den Psalmen an Reinheit und Lauterkeit gleichenden lyrischen Poesien" — erwähnt. Hier gilt es, dem Worte erst Raum zu geben, das denn dock noch höher steht als alle andern Poesien, daK es sich in seiner Hammer¬ und Feuerkraft an Israel bewährt, ihre Herzen zerschlägt, damit sie mit dem Psalmisten sprechen lernen: Mein Herz fürchtet sich vor deinen Worten Ps. 119,161. Dann werden sie sich auch freuen, jauchzen und rühmen können, denn dann gilt ihnen auch die Verheißung des Herrn, da er Jes. 66, 2. spricht: Ich sehe an den Elenden und der zerbrochenen Geistes ist und der sich fürchtet vor meinem Wort. Die Emancipation der Juden ist auch im verflossenen Jahre ihren Gang fortgegangen und bereits so weit gediehen, daß die a. Z. d. I. schon in Nr. 7. einen Aufsatz bringen konnte mit der Ueberschrift: „die Emancipation der Juden in Preußen vollendet." Trotz dieses Siegesruses sind aber doch noch immer neue Nothrufe erschienen, daß die „vollendete Emancipation" nicht so recht und vollständig zur Wirklichkeit und That werden will. Die Juden können wohl z.B. Schulzen werden, aber solche „jüdische Schulzen sollen von der Theilnahme an dem Vorstande einer christlichen Schule ausgeschlossen sein." Das ärgert nun die Juden;. gewaltig und sie klagt über diese Consequenzmacherei (s. Nr. 36. u. 41: 1860). Während auf der einen Seite die Juden als Schulvorsteher in unsre christlichen Schulen eintreten sollen und die Verweigerung dieses Eintritts als eine große Inkonsequenz und Ungerechtigkeit dargestellt wird, ist man andererseits eifrigst bemüht, die Christen, die bisher gesetzmäßig als Vorsteher und Jnspectoren über jüdische Schulen angestellt waren, von diesem Posten zu entfernen. Ein Fall dieser Art ist in Nr. 46. der allg. Z. d. I. ausführlich geschildert: „Die jüdische Schule in Preußen". Der Schluß dieses Artikels und der Erzählung lautet: „Wir sind daher überzeugt, daß nunmehr an allen Orten die Befreiung der jüdischen Schute von dem fremdgeistlichen.Einflusse unter Berufung auf die hiesige Entscheidung zu bewerkstelligen ist. An Anknüpfungsmomenten kann es nirgends fehlen; wie hier der Fanatismus, wird anderswo wieder die Bildung und Humanität des.