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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 9-10 (1860) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
9-10 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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157 Wir wollen die Begebenheit darum nicht außer Acht lassen, weil sie an sich nur klein und gering ist; es ist ja immer die Art und Weise in der Regierung des Herrn, aus kleinem Anfänge Großes hervorgehen zu lassen. Durch Privatnachricht haben wir noch erfahren, daß diejenigen, die den folgenden Aufruf an die Juden haben ergehen erlassen, den bestimmten Zweck im Auge haben, auf die Wiedererlangung von Palästina hinzuarbeiten. Dieser Punkt tritt zwar jetzt noch nicht hervor, aber sie sammeln ihre zerstreuten Truppen auf eine ruhige Weise, stellen freie Ansichten als einen Theil dieser Vorbereitungen hin und vermeiden Alles, was die Eifersucht von Seiten der franz. Regierung reizen könnte. Als dieselbe ersucht wurde, die Alliance zu bestätigen, gab sie die Antwort: Fahret nur fort, wir werden schon sehen, Allez toujours, nous verrons. „Paris, den 20. Juli 1860. Die Christen haben lange das Wort der Wahrheit studirt, um die Bestimmung Israels kennen zu lernen, und seit mehreren Jahren hat sich eine Stimme nach der andern vernehmen lasse», welche die Hoffnung aussprechen, daß dieses alte Volk bekehrt werden, daß sie in ihr Land zurückkehren, ihre National-Privilegien wieder erlangen und ihren verherrlichten König, den Messias, anerkennen würden. Aber bisher war es von Seiten Israels ganz still; ein verborgener Sauerteig jedoch durchdrang die Masse; ein aufmerksames Auge konnte hier und da ein Lebenszeichen sehen; aber endlich ist ein lauter Ruf ausgegangen: „Wache auf, o Israel." „Der Ausruf selbst ist in Paris ergangen; derselbe ist noch gleichsam das unartikulirte Schreien eines kleinen Kindes; aber wir vernehmen in demselben den Schrei des Schmerzes, der Hoffnung, der Freiheit, eines unbestimmten Sehnens nach einem Gut und eines Entschlusses, dasselbe zu suchen. „Israeliten! Wiewohl Ihr in alle Winkel der Erde zerstreut und mit den Nationen vermischt seid, bleibt Ihr doch im Herzen der alten Religion Eurer Väter zugethan, so schwach dieses Band auch sein mag; wenn Ihr Euren Glauben nicht verleugnet, Euren Gottesdienst nicht verheimlicht, noch erröthet bei einem Zustande, der nur schwachen Gemächern drückend ist; wenn ihr die Vorurtheile

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