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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 7-8 (1860) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
7-8 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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128 setzen,sie in Verlegenheit und veranlassen sie gewöhnlich, sich nähere Auskunft über die Christen in England zu erbitten. Sie werden natürlich bald nitt der Thatsache bekannt, daß sie keine Götzendiener, (wofür sie gewöhnlich alle Christen halten), sondern Anbeter des einen lebendigen und wahre» Gottes sind; daß sie weder Bilder noch ein Kreuz bei ihrem Gottesdienste haben, daß sie bas Gesetz und die Propheten lieben, und daß die letzter» an jedem Sonntage in ihren Versammlungen laut vorgelesen werden. Dann erinnere ich sie, daß, ehe Christus erschien, alle Völker der Erde, die Juden ausgenommen, Götzendiener waren, und daß es JesuS uud seine Lehren waren, welche einen so großen Thcil der bewohnten Erde zu der Erkenntniß' des wahren Gottes bekehrt haben. Die Frage liegt dann sehr nahe: Wer war Jesus von Nazareth? Kann er ein schlechter Mensch, ein falscher Lehrer, ein falscher Messias gewesen sein? Sie achten Moses hoch als einen großen Mann, weil er daö Werkzeug war, Ein Volk vom Dienste der fremden Götter zurückzuführen, was werden wir dann von Jesu von Nazareth halten müssen, der das Mittel zur Bekehrung so vieler Völker war? Sie beten täglich, daß Gott den Götzendienst vernichten und die Erkenntniß seiner auf Erden verbreiten wolle; warum verachten und Haffen Sie und lieben nicht vielmehr den, welcher in dieser Beziehung mehr gewirkt hat, als selbst Ihr großer Lehrer? War der Messias nicht unter Andern auch dazu bestimmt, ein Licht zu sein, zu erleuchten die Heiden? Diese Gegenstände verfehlen selten bei der Klasse, von der ich rede, einiges Interesse fürs Christenihum zu erwecken, sie haben überdies den Vortheil unwidersprechliche Thatsachen zu sein, denen keine falsche Auslegung von Raschi, keine Anführung aus Rambam widersprechen kann, wie es fast allgemein bei jeder Streitfrage die Mesflanischen Stellen des Alten Testamentes betreffend der Fall ist. Neulich kamen zwei orthodore Juden zusammeu, um eine hebräische Bibel zu kaufen, von denen der eine in meine Stube trat, der andere aber draußen vor dem Hause blieb; dieser hatte, wie es schien, gewettet, daß jener reicht vor einer Stunde zurückkehren würbe. Er blieb zwei Stunden, und am Schluffe einer sehr interessanten Unterhaltung sagte er mir, daß er seine Wette durch sein so langes Bleiben verloren habe." Dies Blatt erscheint jährlich in 8 bis 10 Heftchen, zusammen 12—14 Bogen. Preis für de«r Jahrgang 10 Sgr. In Commission: Carl Dülfer's Buchhandlung in Breslau. Druck von C. H. Storch und Comp, m Breslau.

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