Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 5-6 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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79 legen wird, so habe ich genug bewirkt und kann mir das verwerfliche Urtheil, welches der unvergleichliche College zu Magdeburg, dieser Tilly der Poesie, dieser Haudegen in der Dichtkunst, über meine armen Verse ausspricht, recht gerne gefallen lassen! — In der Thal, ein sonderbarer Mann, dieser Herr Philippson! — Eine Moral hat er ganz eigenthümlicher Art! — So nennet er meinen Namen blos, wo er ihm einen Schimpf anhängen kann, d. h. will. Bei sonstigen Gelegenheiten verschweigt er ihn edelmüthig. — Von Trier aus sendete man ihm über die dortigeSynagogen-Einweihung einen Artikel, worin auch mein Name vorkam — Nota bene: ich hatte den Verfasser jenes Artikels ausdrücklich gebeten, von der Anerkennung und Güte, welche die dortige Gemeinde mir in so reichlichem Maße zu spenden so freundlich war, wenig zu sagen, weil ich meinem lieben College» in Magdeburg ein unangenehmes Gefühl ersparen wollte — aber auch mein Name war dem „Mazdik harabbim" zu viel; er strich ihn durch. — Zn Betreff der Conferenz der Großherzogl. hessischen Lehrer wurde ihm ein Bericht zugesendet, worin es hieß, daß man die Veröffentlichung im „VolkSlehrer" beschlossen habe — und selbst meine Zeitschrift unterlag dem Oberem unseres „Nosi," und er strich den „Volkslehrer" durch! — Doch ja! — Auch dort, wo er in Betreff der Bibelgesellschaft über die kühnen Männer, die sich der Sache nicht annehmen oder gar dagegen ein Bedenken äußern, wie ein Wetter herfällt und ihr Benehmen „schmachvoll" nennt — hört! schmachvoll nennt der,Mazdik barabbim" einen Zweifel an seine Jnfallibilität! — auch da verschweigt er grausam meinen Namen, und erst in einer, um einige Wochen späteren Nummer habe ich die Ehre genannt zu werden, und zwar bei Gelegenheit einer Recenston einer poetischen Arbeit von mir. — Da macht er, der tugendhafte „Mazdik," folgende Logik geltend: weil ich gewagt, gegen seine Bibelanstalt hervorzutreten, darum werde er scharf über meine literarischen Produkte herfallen! — Ei! Herr Mazdik, eine schöne Moral Das! — Wie? könnte man nicht die ausgezeichnetsten Verse schreiben und doch Mazdik’« elender Lobhudler sein? und anderseits, kann man nicht sehr schlechte Verse schreiben, und sich doch den Muth bewahrt haben, selbst eines