Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 3-4 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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aus Smyrna zugegen , welcher lange Zeit mit der größten Ungeduld dastand und begierig, mich in meiner etwas langen Rede zu unterbrechen. AIS er mich Las dreiundfünfzigste Kapitel JesaiaS erwähnen hörte, konnte er sich nichtmehr länger ruhig Verhalten, sondern rief mit großer Heftigkeit: „Laßt ihn dieses Kapitel lesen, laßt es ihn lesen." Ich. — „Mit dem größten Vergnügen." Ich öffnete nun meine hebräische Bibel und las das ganze Kapitel, während welcher Zeit in der Versammlung das tiefste Schweigen herrschte, welche sich während unserer Unterhaltung an Zahl bedeutend vergrößert hätte. Als ich geendigt hatte, rief er in den Worten, aber nicht im Geistd des Kämmerers aus Mohrenland aus: „Von wem redet' der Prophet?" Ich. — „ Natürlich von keinem Andern, als von dem, welcher allein im Stande ist, alles das zu thun, was in diesem Kapitel gesagt wird, und da diese, wie auch andere Weissagungen in Bezug auf dieselbe Person und dasselbe Werk, alle mit dem Wesen und Thun Jesu von Nazareth, wie auch mit der Zeit seiner Erscheinung übereinstimmen, so ist es ganz klar, daß diese Weissagung, wie die andern in ihm erfüllt worden sind." Der Rabbi — „Unsere Schrifterklärer sagen, daß dies ein sehr schweres Kapitel ist, und daß es daher unmöglich ist, zu entscheiden, von wem der Prophet redet; aber eins steht fest, nämlich, daß es nicht von Jesu von Nazareth handelt." Ich — „Dies muß bewiesen werden. Sie geben zu, daß Sie nicht wissen von wem der Prophet redet. Sie geben nur eine verneinende Erklärung der Weissagung, indem Sie behaupten, daß Jesus nicht ihr Gegenständ sein könne, ohne daß sie im Stande sind einen festen Grund dafür anzugeben, während wir es unternehmen, unwiderlegliche Beweise darzubringen, um zu zeigen, daß keine derjenigen Personen; welche von den jüdischen Schrifterklärern angegebenwerdLn, der'Gegenstand dieser'Weissagung'sein kann, und wiederum, daß eskein anderer als Jesus''sein kann, welchen der Prophet so wunderbar durch den Geist Gottes bezeichnet. Wir' betrachteten dann, inGegenwart dieser Doctoren, all die Personen,