Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1860-01-01 · 3-4 (1860) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
3-4 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2554541-2554702-2554704--03265-2559159
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

stisia nachgehen, sondern die Seelen,der andern Einwohner sind .ihnen auch theuer, und sie suchen zu retten, was sich yur xetten Assen will. „Von dem Missionswerk unter den Pngebornen," schreibt der Bischof, „habe ich nur wenig zu sagen, aber ich muß bekennen, daß dasselbe in der letzten Zeit nicht nach Wunsch und Erwartung gewesen ist. Zwar muß ich auch bemerken, daß während die angewandten Mittel und Bemühungen von unserer Seite IM gering waren, die Opposition von Seiten der Römischen , Griechen und Armenier zugenommen hat, da ihnen im VerhDniß zu unserer Armuth große Mittel zu Gebote stehen." D,er Bischof klagt also über geringe Mittel. Dadurch sind ihm die Hände gebunden, das Werk des Herrn kräftiger anzugreifen. Ist das nicht eine gewaltige Mahnung an uns, zu bedenken, daß wir Jerusalems Schuldner sind? Könnte und sollte nicht unser Ueberfluß dem Mangel dort ab- Helsen? Sollten wir uns nicht freuen, Gelegenheit zu haben, durch eine willige Beisteuer an leiblichen Dingen dem geistigen Elende in Jerusalem hilfreich entgegen zu kommen? — „Die protestantische Gemeine der Eingcbornen in Jerusalem steht noch unter der Pflege ihres Pastors, Herrn Klein. — In Ramleh hat sich auch eine kleine protestantische Gemeine von Eingebornen gebildet, in welcher einige sehr hoffnungsvolle Mitglieder sind. Ein Katechidt der kirchlichen Missionsgesellschaft und ein eingeborner Schullehrer sind dort treue Arbeiter; aber die Protestanten sind fortwährenden Verfolgungen und Belästigungen ausgesetzt. — In Jaffa geschieht sehr wenig, weil der dortige Missionar zu alt und schwach ist, um den verlornen Schafen nachzugehen. — Auch in Pazareth hat das Werk gelitten, weil der Misstonsprediger Zeller ein Jahr abwesend war; seit seiner Rückkehr zeigt sich neues Leben, besonders sind die Schule» in einem blühenden Zustande. — In Nablous, tpo wir so Großes hofften, hat sich das Werk nie von dem Stoß erholt, den es 1856 von dem Ausbruch des Pöbels erfuhr; dpch ist dort eine solche Schriftkenntniß verbreitet, daß vor einiger Zesi Kiele ^ksärten, sie möchten zwar die griechische Kirche nicht verlassen, doch könnten sie sich auch nicht zu den Lehrsätzen derselben hekenve». Infolge dessen haben sich die Priester sehr nachgiebig gezeigt, so daß sie weder ans

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.