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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 3-4 (1860) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
3-4 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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43 Bericht des.Jerusalems-Vereins zu Kreslau . den 21. Januar 1868. Du, Herr, wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seist, und die Stunde ist gekommen. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden; daß die Heiden den Namen des Herrn fürchten, und alle Könige auf Erden deine Ehre; daß der Herr Zion bauet, und erscheinet in seiner Ehre. Amen. Es war bekanntlich am 21. Januar 1842, also heute vor achtzehn Jahren, als der erste evangelische Bischof, der selige Alexander, in Jerusalem einzog, um sein Bisthum anzutreten. Seit jener Zeit ist die Bedeutung und Wichtigkeit dieser Begebenheit vielfach erkannt worden, so daß auch alljährlich an dem 21. Januar oder dem Sonntage, der demselben am nächsten liegt, dieses Ereignisses vieler Orten in besonderen Predigten und Ansprachen gedacht, über das Werk des Herrn i» Jerusalem berichtet und zur Theilnahme an demselben aufgefordert wird. Da dieser Gegenstand auch uns heute Abend hier im Hause des Herrn versammelt, und mir aufgetragen ist, einen kurzen Bericht zu geben von dem hiesigen Verein und dem Fortgange der Mission in Jerusalem, so erlaube ich mir, ein Bibelwort an die Spitze zu stellen und dem Bericht zum Grunde zu legen, wie uns zugleich zur Beherzigung und Ermunterung vorzuhalten. Es steht dies Wort Röm. 15, 25 —27. und lautet also: „Nun aber fahre ich hin gen Jerusalem, den Heiligen zu Dienst. Denn die aus Macedonien und Achaja haben williglich eine gemeine Steuer zusammengelegt den armen Heiligen zu Jerusalem. Sie haben es 'williglich gethan, und sind auch ihre Schuldner. Denn so die Heiden sind ihrer geistlichen Güter theilhastig geworden; ist es billig, daß sie ihnen auch in leiblichen Gütern Dienst beweisen." Wollte man freilich meinen, es solle den Breslauer Christen hiermit ein Lob gespendet werden, daß sie eine willige und große Theilnahme am Werk des Herrn in Jerusalem an den Tag gelegt hätten, so würde man sich sehr irren. Es tritt uns hier vielmehr eine einfache Wahr-

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