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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 3-4 (1860) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
3-4 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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37 warxn die Hoffnungen der Frommen Israels, die auf den Heiland warteten, welchen er bereitet hatte, wie Simon sang, vor allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preis seines Volkes Israel. Daß Jesus dieser Heiland und Messias sei, das glaubten seine Jünger. Und daß er dieses Reich Gottes in Israel aufrichten wolle, hatte er seinen Jüngern ausdrücklich verheißen, wenn er Petro auf die Frage: Siehe wir haben Alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür? die Antwort ertheilt: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, in der Wiedergeburt, da des Menschensohn wird sitzen auf dem Stuhle seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels;- (Matth. 19, 27. 28.) und nochmals bei Lucas 22, 29. nach der Einsetzung des heiligen Abendmahls: Ich will euch das Reich bescheiden, wie mirs mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt über meinem Tische in meinem Reich und sitzen aufStühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels. Man mag diese Worte deuten wie man will, sie müssen dereinst in Erfüllung gehen, denn der Herr spricht: Himmel und Erde weröen vergehen, aber meine Worte nicht. Wie nahe lag aber jetzt die Frage! Der Heiland ist als das Lamm Gottes am Holz des Fluches gemartert für die Sünde des Volks, er ist erhöhet wie die Schlange in der Wüste, er hat sich selbst geopfert zu versöhnen das sündige Geschlecht, er ist begraben und die Hoffnung, er werde Israel erlösen, lag im Staube: siehe der todt war, ist lebendig geworden, der Tod ist verschlungen in den Sieg und er konnte sprechen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Was lag näher, als daß jetzt die Zeit gekommen, von der der Psalmist verheißen: Setze dich zu meiner Rechter:, bis daß ich lege alle deine Feinde zum Schemel deiner Füße. Darüber also kann kein Zweifel sein, daß die Jünger des Herrn eine volle Berechtigung zu der Hoffnung und zu der Frage hatten: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel?

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