Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 1-2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Bibelanstalt," aufzunehmen, oder wenn er sich dazu entschloß, dies nur, wie es in letzterem Falle geschah, mit „intentiöser" Verdrehung und mit Verdächtigung, thun konnte. Ist das die Weise, in welcher der Grundsatz: „dnb ins bs©o,' ein Recht für Alle" befolgt werden soll, den nach Herrn vr. Philippson die Bibel, daS ist, das alte Testament aufstellt? Ist das Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe, worin der Kern der „israelitischen Religion" als in einem „Wahlspruche" enthalten sein soll? Wir können die Antwort gewiß einem jeden Unbefangenen überlassen, ohne befürchten zu dürfen, daß sie zu unserm Nachtheile ausfallen werde. Ehe wir den Brief folgen lassen, müssen wir jedoch hier noch einen Gedanken aussprechen. Es ist unsere feste Ueberzeugung, daß es noch viele, sehr viele Israeliten giebt, welche solche Verleumdungen der Mission, wie sie so oft in der Allg. Ztg. d. I. erscheinen, von Herzen verabscheuen und aufrichtig wünschen, daß der Kampf ehrlich und aufrichtig geführt werde, und wir konnten es bisher gar nicht begreifen, daß sich noch keine Stimme gegen solch eine Kampfführung erhob. Es drängt sich uns nun unwillkürlich der Gedanke auf, daß am Ende doch schon einige Proteste von wahrheitsliebenden Israeliten gegen solches Gebaren in der Allg. Ztg. d. I. bei der Redaction eingegangen, von dieser aber zurück gelegt worden sind. Wir sagen, es drängt sich uns dieser Gedanke auf, und wir wollen ihn keinesweges als bestimmte Wahrheit ausstellen, im Gegentheil wollen wir zur Ehre des Herrn vr. Philippson wünschen, daß wir uns hierin irren, nämlich darin, daß Proteste gegen solche Verleumdungen bei ihm eingegangen sind, und geben hiemit zugleich die Versicherung, dass, wenn wir geirrt haben, wir unfern Jrrthum nicht nur gern eingestehen, sondern auch jede Berichtigung mit Freuden in unser Blatt aufnehmen wollen; denn uns geht nichts über „Wahrheit" und „Gerechtigkeit." Zugleich sprechen wir es auch hiemit aus, daß jedem Israeliten unser Blatt offen steht, wenn er Aufschluß über dieses oder jenes haben oder irgend eine Einwendung gegen die Mission und ihre Zwecke machen will. Wir werden selbst scharfe Angriffe nur mit Würde un,d nach dem Worte Gottes beurtheilen. Nun mag der Brief folgen; er lautet: