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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 10-12 (1859) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
10-12 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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152 ihr Blut wenigstens zu mischen." Denn wenn durch eine solche Vermischung die Abstammung erlischt oder wenigstens fraglich' und zweifelhaft wird, so gilt dies ja ganz unbestreitbar von der Abstammung Jesu Christi, des Sohnes David's, da schon Boas, einer der Stammväter des Messias, die Heidinn Ruth heirathete. — Ferner; leugnet nicht der Verfasser in den angeführten Worten gradezu die biblische Lehre von der Abstammung aller Menschen von Einem Menschenpaare, von Adam und Eva? Muß er nicht eben so auch die biblische Erzählung von der allgemeinen Sündfluth leugnen? Denn in der Sündfluth wird nach der Lehre der heiligen Schrift die Menschheit wiederum vertilgt und es bleibt nur Eine Familie Noah mit den Seinen auf der ganzen Erde übrig. War nun Adam ein „weißer Vater," so konnten doch „nie und nimmer schwarze Kinder von ihm kommen;" mithin Noah und seine Familie doch auch nur „weiß" sein. War nun Noah ein „weißer Vater," so könnten doch die nun einmal auf unserer Erde vorhandenen „schwarzen" Menschen nicht von ihm abstammen; „denn von weißen Vätern kommen nie und nimmer schwarze Kinder," sagt Diedrich. Wenn nun von „ weißen Vätern nie und nimmer schwarze Kinder kommen," so werden doch wohl auch von schwarzen Vätern nie und nimmer weiße Kinder kommen können; wo kommen nun, wenn Adam ein weißer Vater war, die schwarzen Leute her? oder wenn vielleicht Adam ein schwarzer Vater war, wo kommen da die weißen Kinder her? Eben so müssen wir wieder fragen in Bezug auf Noah. Die unleugbare Thatsache, daß weiße und schwarze Menschen vorhanden sind führt nach dem Verfasser mit zwingender Nothwendigkeit zu dem Schluß, daß bald ursprünglich schwarze und weiße Menschen da gewesen sein müssen; daß auch die eine der beiden Klassen in der Sündfluth gar nicht von derselben berührt worden ist, weil in Noah und seiner Familie doch nur entweder die schwarze oder weiße Menschenklasse erhalten worden sein kann. Wir müssen hier dem Verfasser seine Beschuldigung zurückgeben und sagen: „das zu behaupten ist ein Unsinn;" ja es ist mehr, es ist gradezu Verleugnung klarer Aussprüche der heiligen Schrift, und darf sich ein ev. luth. Pastor solcher schuldig machen? — Schubert sagt in seinem

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