Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2554541-2554694-2554700--03136-2559028- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
entschuldigen. Wenn solche Entschuldigungen hier vorgebracht werden können,' so muß ich sagen, Laß wirinAustralienzehnmal mehr Grund zu dergleichen haben, denn dort Haben wir noch Alles für uns selbst zu thun, wir hoben noch keine alten Institute, keine alt» ehrwürdigen Gebäude, keine-Dotationen, wir muffen erst Alles mit unfern eignest Händen in Mang, bringen. Wir sind-noch ein ganz neues Volk. -Mott segnet uns auf vielfache Weise; aber wenn Sie bedenken,- was wir Astes zu thun haben, um Schulen, -Kirchen u. s. w. u. s. w» einzurichten, so.-können Sie glauben, wir möchten einige. Entschuldigung haben, uns von diesem und anderst MisstonSwerken fern zu halten. Mer. wiewäre es möglich, sich dieser Perpstjchtung zu entziehen?.- Könnest-wir. Diener Christi sein, ohne lebendiges Interesse zu. fühlen uyd zu nehmen qnder Missions- Gesellschaft, die das Evangelium den- Juden sendet? Wenn wir die Bibel öffnen und das Wort Gottes lesen, so tritt uns da ein bestimmtes, klares und unzweideutiges Gebot entgegen, dem wir Gehorsam, schuldig sind- Dies Gebot lautet: Prediget das Evangelium aller Creatur und fanget an zu Jerusalem, dey Juden zuerst und vornämlich. Was ist damit gesagt? Heißt das nicht, daß jeder Christ, jeder Jünger beS Herrn Jesu verpflichtet und verbunden ist, Prediger auszusenden oder - Missions- Gesellschaften zu gründen und zu unterstützen — denn nur auf diese Weise können wir wirken — -damit das Evangelium gepredigt werde den Juden vornämlich und auch den Heiden? , . . Die Missionssache wird bisweilen so dargestellt als wäre sie in das Belieben eines Jeden gestellt, ob man sich dabei betheiligen wolle oder nicht. Sie ist vielmehr ein ausdrückliches Gebot,- und es ist eine Sünde sie zu unterlassen, diesem Gebote nicht zu..gehorchen. Wenn wir dieser Pflicht nicht Nachkommen, verdienen, wir nicht den Namen eines Christen. Die Mission ist eine Pflicht und ein Vorrecht, auf welche der Herr JesuS großen Segen für uns selbst gelegt hat." — Der Redner verbreitet sich dann über die Verheißungen und Folgen der künftigen Bekehrung Israels, wir können aber die lange Rede nicht ausführlich mittheilen; er erzählt dann, wie sie in Australien sich an der Missionssache betheiligt haben, -nänzlich Mrch .Sammlungen in - den Sonntags-