Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 6-7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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111 PWfvM Und von Mn Orten ein AeugvißabgekK Werve r ich meine die Begebenheit, -daß in -Agerlicher^ «nvb^oWchtt^Hinficht di« jüdischen Unterthanen dieses Landes gänzlich emanctzirt sind. Lasset uns zufthen, daß .das,. was mit Recht oder Unrecht ^7ich habe hier mit der Positik dieser Maßregel nichts zu thun zu ihren Hunsten beabsichtigt war, in dem Erfolge sich nicht als das grade Gegentheil erweist. Und es must diese Thatsache nochwendig zu ihrem großen Nachtheil, gereichen, wenn wir sie in dem Wahn lassen, daß wir den, jüdischen Unglauben für so unbedeutend halten. So sollen sie denn nicht meinen, daß, weil wir die Suteen mehr lieben, wir Zesum Christum weniger lieben.. Lasset uns im Gegentheil alle um so eifriger, treuer und lhätiger seinihnen zur rechten Zeit und zur Unzeit das: Evangelium von Christo zu verkündigen, durch welches allein der Mensch, er sei Jude, oder Hetze, selig werden kann." Der Redner hebt dann „ einen andern. wichtigen Punkt hervor, nämlich „ die wesentliche Einheit des wahre« Judenthums und wahren Christenthums, oder die Christologie des alten Testaments, , In diesem Sinne ist nicht etwa nur ein kleiner Unterschied zwischen Judenthum und Christenthum, sondern da ist in der That gar kein Unterschied vorhanden. Echtes Judenthum und echtes Christenthum, die Relißtzn des alten und die Religion des neuen Testaments sind wesentlich eine und dieselbe. Manche möchten uns eist Christeuthum ohne Judenthum Heben, aber das ist mit andern Worten ein Christenchum ohne Christum) und es darf uns daher gar nicht befremden, wenn diejenigen, die ein Christenthum ohne Judenthum vertheidrgey. auch ein Judenthum ohne Christenthum haben wollen, und die Weissagungen des alten Testaments, die von Jesu Christo handeln auf die modern jüdische Weife erklären. Und wie wir an dem Judenthum verbunden mit der Integrität des Eva«- geliums seßhalten, so.bestehen wir auch darauf, daß Judenthum ohne Christenthum der Buchstabe ist ohne den Geist, oder vielmehr der Buchstabe, der da tödlet. anstatt des Geistesder da lebendig macht. Und so ist ein Christenthum ohne Judenthum, d. h. ein Christenthum ohne das Evangelium, welches im alten Testament bezeugt ist, ein ChristenthuM ohne den großen Hohenpriester, ohne die Vermittelung des Sohnes GotteS, ein Christenthum ohne die Versöhnung durch deu MMas — nichts Anderes als eine Schale ohne Kern, ein Körper ohne Seele. Man hat uns spottweise oft eine Geftllschaft zur Auslegung der Prophezeihung genannt; ich weise diese Bezeichnung nicht Msich. wir sind wohl Alle einverstanden, daß der Geist der Weissagung des alten Testaments durchgängig ist das Zrugniß von Jesu . . . Gehen wir zukück^uf die Zeit der Patriarchen, auf Moses oder die Vorbilder'im Gesetz oder auf die späteren Weissagungen und Alles zeugt von Jesu. WaS ist „der SaaM"alSJesus? was ist der fruchtbare Weinstock