Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 2-3 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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32 darum spricht er nach 1. Mos. Lv, 11 zu Abimelech, als er. sich vor demselben entschuldigte, nicht gesagt zu haben, daß Sarah sein Weib, sondern nur seine Schwester sei: Ich dachte, vielleicht, ist keine Gottesfurcht an diesen Orten; und werden mich um meines Weibes willen erwürgen. Ja selbst der Türke bekennt dies, indem er es sein Losungswort sein läßt: Allah il Illah, Allah allein ist Gott. Ob dies mit dem Wahlspruch des Or. PH. für seine israelitische Religion der Fall ist, ob seine Religion ihr nächstes und hauptsächlichstes Absehen auf Gott hat, ob sie von Gott ausgeht, zu Gott führt, das müssen wir wenigstens vor der Hand noch sehr bezweifeln. Wir wollen hier einstweilen nur anführen, was der Verfasser über das Recht sagt Seite 221: „Denken wir uns den Menschen einsam und gesondert auf Erven, dann ist kein Recht vorhanden, denn Alles, was er thäte, wäre Recht. Aber mit dem ersten Menschen, der an seiner Seite und mit ihm verbunden ward, ward das Recht geboren und die Bedingung des Lebens." Gegen Gott giebt es also kein Recht und kein Unrecht; was der Mensch, wenn er „einsam und gesondert auf Erden gedacht" wird, auch thut, ist Alles gleichgültig, Gott kümmert sich um das Alles nicht. Wir können uns aber nach 1. Mos. 2, 15—23 „den Menschen einsam und gesondert auf Erden denken," und daß dennoch „Recht vorhanden ist," und nicht Alles, was er thäte, Recht wäre; denn es giebt auch ein Recht gegen Gott, und dieses Recht ist sogar das erste. Das Wort Gottes an Adam: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum des Erkenntnisses Gutes und Böses sollst du nicht essen — geschah offenbar, als Adam noch „einsam und gesondert auf Erden" war, und doch hatte er ein Gebot und ein Verbot empfangen von seinem Gott und Schöpfer. Es war demnach auch schon damals ein „Recht" vorhanden, und hätte Adam, während er noch „einsam und gesondert auf Erden" war, dies Verbot übertreten, so hätte er doch wohl damit das Recht verletzt und Unrecht begangen, obwohl außer ihm kein Mensch auf Erden war. Wir haben bisher den sogenannten Wahrspruch der israelitischen Religion mehr im Ganzen und in seinem Verhältniß zum Christenthum, zur Religion Israels des alten Testamentes und zu der