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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 2-3 (1859) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
2-3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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..._18_ da gilt; damit andere. Gleichgesinnte sich zu ihrem Banner halten und für dasselbe stehen und kämpfen. — Es kommt nun freilich nicht Meq vor, dass sich Genossenschaften bilden und eine Devise aufstecken, die etwas ganz Anderes besagt, als in der That und Wahrheit dahintersteckt, die einen lieblichen Klang hat den Worten nach, die aber, genauer b'esehen, nur auf Täuschung beruht und Täuschung beabsichtigt. So hat man oft und viel das Losungswort: Freiheit und Gleichheit in die Welt hineingerufen und damit gemeint Genossen anzulocken und zu werben, indem man ihnen unter dieser Freiheit und Gleichheit das goldene Zeitalter und ein herrliches Wohlleben verhieß. In der That aber steckte und steckt hinter dieser angepriesenen und ausposaunten Freiheit nichts Anderes, als die elendeste 'Knechtschaft, wie das Wort der Wahrheit schon vor dielen Jahrhunderten es bezeuget hat, da es von solchen Freiheitsmännern sagt: Sie reden stolze Worte, da Nichts hinter ist und verheißen Freiheit, so sie selbst Knechte des Verderbens find. Es ist daher zu aller Zeit und namentlich in der unsrigen, und in jeder Beziehung, namentlich und besonders aber in religiöser, nothwendig, das Losungswort der Parteien, weil es nicht immer ein Wahrspruch ist, nicht bloß anzusehen und dem äußern Schall nach kennen zu lernen, sondern auch wohl zuzusehen, ob eS mit der aufgesteckten Devise, mit der aufgepflanzten Fahne ehrlich, redlich und treu gemeint ist. — Die allgemeine Zeitung des Judenthums hat bereits vor einiger Zeit auch ein Losungswort aufgestellt, welches nach ihrer Angabe die Devise deS ganzen Judenthums sein soll. Da aber bis diesen Tag die genannte Zeitschrift doch noch immer nur eine gewisse Partei vertritt, und die Zahl derer, die wider dieselbe sind , viel mehr ist, als * derer, die für dieselbe sind: so ist die erwähnte Devise vor der Hand auch nur noch das Banner von ür. Philippson und Consorten. In Nr. 17 des genannten Blattes vom Jahre 1857 befindet sich nämlich ein Aufsatz, der die Überschrift trägt: „Der Wahrspruch der israelitischen Religion." Dieser Wahrspruch ist in den dreiWorten ausgedrückt und enthalten: „Wahrheit, Recht und Liebe." Der Verfasser des Aufsatzes erwähnt zunächst verschiedene heidnische Völker, .wie „den Inder am'Gangesstrom, den Parsen, den

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