Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 11-12 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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179 wird? Und das Alles, wie ein erst vom Gristedes Glaubens eingegebenes .und ins Leben gerufenes-^ Neues!! £>, meine Gemeinde, Ihr vom Hause Israels, wahrlich, wenn Werke, wenn Werke vcr Wohlthätigkeit das Schiboleth eines frommen Lebens sind, so brauchen wir nicht zurückzustehen, nicht zu bekennen: Ja, ja an milder Sorge für die Armen übertrefft Ihr uns. Wie anders ja, als um Gottes willen hat der Israelit gelernt, den Armen Gutes zu thun? Wie anders, als mit zartem Sinn, als unüberlretbares Gebot hat er gelernt, der Noth steuern, dem Mangel abhelfen, ihm nach Kräften vorzubeugen? Und wem half, wem hilft er, wenn er seiner Religion Gebote befolgt? Etwa nur den Glaubensgenossen? dem Verwandten, dem Gerechten, dem Frommen? — dem Menschen zu helfen ist er, fühlt er sich angewiesen, und indem er hilft, nennt er das nicht Hülse aus jüdischer Liebe; sondern die Erfüllung eines Gebotes der Menschenliebe, ihm befohlen durch das jüdi» sch e Gesetz. So soll des Juden Haus sein eine Stätte der Zuflucht jedem Armen, nicht dem jüdischen blos, seine Hand geöffnet jedem Dürftigen, sein Herz des Mitgefühls voll für alle Bekümmerten aus jedem Stande und Volke und Glauben. Und wenn dies ist, so brüstet er sich damit nicht, als ob er ein übermenschlich Großes gethan — er thut, wie es seine Pflicht ist, wie es seine Lehre von ihm fordert. Und die Bekenner dieser Lehre, die hat jener „fromme" Mann aus der Fremde in unserer Stadt bezeichnet als stehend unter dem Fluche Gottes. Wie denkt Ihr?- „ Ein solch entschiedenes Bekenntniß fordere ich, und zumal dem Worte dessen gegenüber, der sich nicht entblödete, uns als unter dem Fluch stehend zu bezeichnen; fordere dies, höret mich — und, o daß ich weit, weithin es rufen könnte, daß alle Welt es hörete! — fordere es im Hinblicke auf unsere Väter. Im Hinblicke aus unsere Väter! und ich meine damit nicht blos, nach dem üblichen Sprachgebrauche, die, an welche unmittelbar das Wort der göttlichen Verheißungen ergangen, an jene Seher und Gottesboten, die zuerst der Menschheit das Licht reiner Gotteslehre brachten, die gegen Götzendienst und seine Greuel mit edlem Zorne eiferten, ja, nicht an jene Helden aus hasmonäischemHause, an die edlen Makkabäer, die 12*