Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 11-12 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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vieler Freude, da er jede auch noch so unwahrscheinliche Erzählung sogleich in sein Blatt aufnimmt und als baare Münze mittheilt. Gegen diese Beschuldigungen haben wir nun schon oft in diesen Blättern unsere Stimme erhoben und sie nicht blos als rein aus der Luft gegriffen oder als die boshaftesten Erfindungen bezeichnet und zurückgewiesen, sondern haben auch sowohl die Erfinder,.als auch Verbreiter derselben aufgefordert, uns sowohl diejenigen Missionare und Personen, welche sich zur Erreichung ihrer Zwecke, nämlich Juden zum Christenthume hinüber zu ziehen, der Bestechung bedient haben, als auch die Personen zu nennen, welche bestochen worden sind. Jedermann wird diese Forderung als gerecht anerkennen, und kein Freund der Wahrheit wird daran zweifeln, daß man derselben auch sofort genügt hat, da nur aus diese Weise die Anklage als wahr oder falsch dargethan werden kann, und die Ankläger sich von jedem Verdachte der Verläumdung, eines Verbrechens gewiß eben so schändlich und verabscheuungswürdig, wie die Bestechung, reinigen können. Allein bisher hat man unsere Forderung ganz unberücksichtigt gelassen; im Gegentheil hat man, anstatt die betreffenden Personen zu nennen, die alten Anklagen immer wieder und wieder erhoben, und sie so dargestellt, als bedürften sie keines Beweises; ein solches Verfahren von Seiten der Mission und Missionare verstände sich ja doch wohl von selbst. Unter solchen Umständen bleibt natürlich auch uns nichts Anderes übrig, als ebenfalls immer wieder und wieder gegen solche Anklagen und Beschuldigungen zu protestiren und unsere Aufforderung zu wiederholen, dagegen aber die Erfinder und Verbreiter derselben so lange für die boshaftesten Lügner und Verläumder zu erklären, bis sie unserer Aufforderung gerecht geworden sind und die betreffenden Personen genannt haben, und wir zweifeln keinen Augenblick, daß uns hierin Jedermann, er sei Jude oder Christ, Freund oder Feind, dem es in der Thal um die Wahrheit, um Recht und Gerechtigkeit zu thun ist, auch vollkommen beistimmen wird. Heute haben wir es jedoch nicht mit der Allgemeinen Zeitung des Judenthums von vr. Phtlippsohn zu thun, sondern mit dem Werke: „Nach Jerusalem!" von Ludw. Aug. Frankl. Herr Frankl