Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 7-8 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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100 Missionar darum weggeblieben, weil er überzeugenden Beweis von einer mehr als äußerlichen Bekehrung verlangte; und mit gutem Gewlssen können wir sagen, daß wir lieber die Nachrede erdulden wollten, es geschehe Wenig, als daß wir uns großer Erfolge gerühmt hätten, die sich doch als unredlich und ungenügend erwiesen hätten. Welches sind aber die Erfolge unsrer Bemühungen gewesen? Unter den Juden selbst ist eine große Spaltung entstanden, in Bezug auf das Judenlhum, wie es vor 50 Jabren war. Viele fühlten das drückende Joch, unter welchem sie so lange geseufzet haben; Andere sehen den Vorzug des Mosaismus vor dem Rabbinismus ein. Ein Geist des Forschens ist daher rege geworden, den keine Anstrengungen der Anhänger des alten Systems zu unterdrücken im Stande gewesen sind. Weit und breit sind die alten Ueberlieferungen aufgegeben worden. Viele, nicht bloß Arme und Geringe, sondern auch Hochgestellte und Angesehene, haben das Christenthum angenommen. Nicht Wenige haben nicht allein Aussichten, sondern auch den wirklichen Besitz eines guten Auskommens für eine ärmliche und kümmerliche Nothburft hingegeben; Andere haben die glänzendsten Versprechungen zurückgewiese» und ohne Wanken harte und lange Verfolgung erduldet. Ja, um das Werk zu krönen, Viele sind im seligen Frieden gestorben, mit dem Bekenntniß, daß Jesus von Nazareth ihre ganze und einzige Hoffnung war; Einige thaten dies mitten unter ihren unbekehrten Brüdern, wo kein Christ gegenwärtig war, der sie ermuntert hätte. Mit solchen Erfolgen ist die Geschichte der Bemühungen unserer Gesellschaft von Anfang an durchwoben; und welches andere Unheil kann sich nach aller Erfahrung aus solchen Erfolgen ergeben, als daß das Werk ächt und die Mittel redlich sind? Wir fordern unsre jüdischen Brüder auf, dies ernstlich zu erwägen. Wir verkündigen und sagen Nichts außer dem, das die Propheten gesagt haben, daß es geschehen sollte, und Moses. Und durch diese Verkündigung sind Viele ihrer Brüder gerettet worden. Um ihres ewigen Heils *o.i oW willen bitten wir sie dies Alles zu erwägen. Wir wollen aber auch kurz die gegenwärtige Stellung der Gesellschaft zur christlichen Kirche berühren. Auch von dieser Seite haben wir manchen Kampf bestehen müssen. Unter den Namenchri-