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Dibre Emeth · 1858-01-01 · 2-3 (1858) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
14 (1858)
Issue
2-3 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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40 Begriffen der Religion werden unstreitig die tausendjährigen Vorurtheile von beiden Seiten, und der tief eingewurzelte gegenseitige Zorn untergraben und mit Gottes Hilfe völlig ausgeröttet werden. Wie soll der Jude das Christenthum kennen lernen, wenn er weder das Neue Testament liest, noch sich auf andere Weise will belehren lassen? Wie soll er ein richtiges Urtheil über den Herrn Jesum und seine Lehre fällen können, wenn er sich von allem abschließt und in die alten Fabeln vergräbt, die er in seiner Jugend, Christum und das Christenthum betreffend, gelernt hat? Nein, will und soll der Mensch zur Erkenntniß der Wahrheit gelangen, so darf er sich nicht. scheuen auch ein Buch wie das Neue Testament zu lesen, das da vorgiebt göttlichen Ursprungs zu sein, und er muß sich mit der Lehre bekannt machen, welche einen so großen Einfluß auf die Entwickelung der Völker gehabt hat, wie die Lehre des Christenthums. Wer das nicht thut, der scheut das Licht und bleibt lieber in Finsterniß. Wie nun bei den Juden die alten tausendjährigen Vorurtheile immer mehr zusammenbrechen und schwinden, das werden wir auch aus dem folgenden Berichte aus Turin sehen, welcher vor uns liegt und den wir hier noch mittheilen wollen. Herr Prediger Lauria schreibt: Turin. „Am 2. vorigen Monats ging unser Colporteur mit einem guten Vorrath mit Büchern versehen nach —. Unmittelbar nach seiner Ankunft daselbst ging er in die jüdische Schule, welche er unter drei angesehenen Lehrern in einem blühenden Zustande fand. Er zeigte ihnen die Bücher. Nachdem sie dieselben besehen und den Preis vernommen hatten, fragten sie ihn, warum wir solche Ausgaben machen, die Bücher zu drucken und dann zu einem verhältnißmäßig niedrigen Preise zu verkaufen? Die Antwort, welche er ihnen hierauf gab, war die, daß wir diese Ausgaben machten, weil wir sie liebten und ihnen die Bibel gern in die Hände geben möchten; sie ist doch der beste, ja alleinige Führer, an dessen Hand wir den rechten Weg finden und vom Verderben errettet werden können. „Aber," sagte einer der Lehrer, „die heilige Schrift ist uns gegeben,

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