Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 2-3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Zerstreuung und der Vollziehung deS gerechten Gerichts Gottes an ihrem Volke darzulegen; wie das Gesetz nur Zorn anrichtet, während Vergebung und Frieden, Leben und Unsterblichkeit das Theil und Erbe aller derer ist, welche an unfern Herrn Jesum glauben, indem ste wissen, daß er um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen wieder aufcrwecket ist. Diese Botschaft hatte verschiedene Wirkungen; einige von ihnen setzte sie in Verlegenheit, andere machte sie nachdenkend und forschend. In dieser Weise verbrachte ich manche Stunde während der vier Tage, die wir am Bord waren, und bei mehreren Gelegenheiten hörte ich erst dann auf zu sprechen, als mein Hals trocken und meine Stimme heiser wurde. Es ist ein herrliches Vorrecht, damit beschäftigt zu sein, von Jesu, als dem Urheber und Spender des Lebens zu reden und ihn den Sterblichen als solchen vorzuhalten. Ich finde, daß, wenn ich so mit Juden beschäftigt Mn, auch mein Geist und Verstand Nutzen davon hat. In Pesth fand ich eine kleine Zahl gläubiger Proselyten, die, so zu sagen, Waisen gelassen sind, ohne Pastor, und ich hatte angenehmen Gebetö-Umgang mit ihnen. Auch hörten einige Juden die Botschaft von der Gnade von meinen Lippen. Eine Familie zeigte große Anhänglichkeit an mich, welche, wie ich hoffe und bete (und es ihnen auch sagte), nur das Vorspiel zu ihrer Anhänglichkeit und Liebe zu Jesu, meinem Meister und Heiland sein möge. Einige der Brüder begleiteten mich bei meiner Abreise zum Dampfboote und wünschten mir herzlich Gottes Segen. In Belgrad in Serbien, wo ich fünf Tage verweilte, fand ich, daß gegen tausend jüdische Familien dort wohnen; aber es sind fast ausschließlich spanische Juden, welche auch nur entweder spanisch oder serbisch sprechen. Die Zahl der deutschen und polnischen Juden ist nur gering; sie beträgt nicht mehr als zwanzig Familien. Mit einigen von diesen hatte ich einige angenehme und versprechende Unterredungen, und ste baten mich, sie in ihrem Familienkreise zu besuchen. Ein alter Mann sagte: „Gott hat gewiß Absichten der Gnade mit mir, denn seit einigen Sabbathen hat mich entweder ein Rabbi oder ein Gelehrter besucht und in derselbe Weisen, wie Sie