Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 1 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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IS Es darf wohl hier noch bemerkt werden, daß in dieser Zeit ängstlichen Harrens seitens der älteren Kinder gegen mich und auch gegen den Friedensrichter wiederholt die Bitte ausgesprochen wurde, ihnen doch einen christlichen Vormund zu geben und daß sie sich gegen den Gedanken sträubten, in der jüdischen Religion, von der sie bis dahin Nichts wußten, erzogen zu werden. Es mag ferner bemerkt werden, daß nach der Wahl des Herrn Hovel es mich viele Mühe kostete, die Kinder zu bewegen, sich gehorsam dem Gesetz zu unterwerfen. Dies ist der einfache Hergang der in der jüdischen Presse so vielfach entstellten Angelegenheit. Herr Notar Hickel, Comitee - Mitglied der Gesellschaft der Freunde Israels, hat in seiner Eigenschaft als Streit-Vogt der Kinder gerichtlichen Schutz angesprochen und die Verhandlungen sind in ber Gazette des Tribunaux vom 6. und 13, Juni wiedergegeben. Nun noch ein Wort über die Angriffe gegen meine Glaubwürdigkeit, wie solche von vr. Eschbach, dem Advokaten der jüdischen Partei vorgebracht worden. Er behauptete, man dürfe meinen Aussagen nicht glauben, weil ich ein preußischer Jude, ein getaufter Jude, ein Apostat, ein Renegat sei. Der Gerichtshof erkannte diese Angriffe nicht nur als nichtig an, sondern sprach dies in einem Passus des Unheils selbst ausdrücklich aus. Verdienen aus diesem Grunde meine Aussagen keinen Glauben, dann dürfen wir und mit uns Herr Eschbach, welcher ein katholischer Christ ist, auch dem Apostel Petrus nicht glauben, dann verliert das ganze Neue Testament seine Glaubwürdigkeit; denn Petrus und die Mehrzahl der Verfasser des Neuen Testaments haben dasselbe gethan, was ich gethan habe; sie haben Jesum Christum anerkannt als den durch Moses und die Propheten unseren Vorfahren verheißenen Heiland. Strasburg, November 1857. Em. Schlochow, Missionar der Lond. Gesellschaft zur Verbreitung d. Christenthums «nter d. Juden.