Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 14 (1858)
- Issue
- 1 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7 erstatter sagte: „vielleicht kommen wir später nochmals auf die Sache zu sprechen." Da wir nun ausführlichere Mittheilungen und auch die gerichtliche.Verhandlung selbst erhalten haben, so lassen wir dieselbe hier folgen, und Jedermann wird selbst urtheilen können, wie es mit der gepriesenen jüdischen Toleranz stehe. Wir hätten wohl noch manchen Wunsch an die Christen und an Israel, aber wir schließen hier mit den Worten des Psalmisten: Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen, denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seist, und die Stunde ist gekommen. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden; daß die Heiden den Namen des Herrn fürchten, und alle Könige auf Erden deine Ehre; daß der Herr Zion bauet, und erscheinet in seiner Ehre. Ps. 102, 14—17. Prozeß wegen der Baquol'schen Kinder. Es war im Juni des Jahres 1856, daß mich mein Weg durch Strasburg führte. Der Einladung eines Freundes folgend blieb ich einige Tage daselbst und besuchte die Proselyten. Unter diesen erregte mein besonderes Interesse ein Herr Baquol. Nicht ohne Vorurtheil ging ich zu ihm, da ich gehört, er, der früher mit großer Selbstverleugnung und Freudigkeit den Herrn Jesum als seinen Erlöser und Seligmacher bekannt, sei lau geworden. Grund zu diesem raschen Urtheil hatte er besonders dadurch gegeben, daß trotz Beseitigung bisher entgegenstehender äußerer Hindernisse, er seine fünf Kinder noch nicht hatte taufen lassen. Ich wurde von ihm recht freundlich empfangen und wir waren bald in ein ernstes Gespräch gekommen, welches mich tief in sein Inneres blicken ließ. Ich erkannte bald, daß mir eine Nathanaels - Seele gegenüberstand, die aber scheu und empfindlich sich allzusehr in sich selbst zurückzog, auch noch wenig gelernt hatte, die Schwächen der Brüder in Liebe zu tragen. Wie man oft in jedem Proselyten zu bald - einen Mann erblicken möchte, der da vollkommen sei in Christo — und wenn durch den heiligenden Einfluß des Geistes Gottes noch