Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 10-11 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ISO stellen, daß, so wie Babylon und andere Israel feindliche Völker der Vorzeit vertilgt sind, auch die Völker, die heute noch in ihrer Größe und Macht dastehen, mit der Zeit, wenn sie gegen den Herrn und seine Heilspläne ankämpfen, ebenfalls untergehen werden; aber es werden andere an ihre Stelle treten, denn die Erde ist nicht gemacht, daß sie leer sein soll, und die ganze Erde ist nun und nimmermehr die Heimath Israels, wenn auch ein jüdisches Peßachwort eine Bürgschaft dafür ausstellt. — Daß Israel eine herrliche Zeit bevorsteht, brauchen wir doch nicht erst zu wiederholen, da in diesen Blättern so oft auf dieselbe hingewiesen wird; aber in dieser Glanzperiode Israels, die wir z. B. Jesaias 60. 61. 62. und'sonst geschildert finden, sind ja doch noch andere Menschen, selbst Könige vorhanden; und Jes. 66, 10 wird Allen denen, die Israel wohl wollen, zugerufen: Freuet euch mit Jerusalem, und seid fröhlich über sie, alle, die ihr sie lieb habt. Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. — Heber die Glaubenstreue, den Missionsberuf und was sonst in den Worten enthalten ist: „Versehen mit dieses Gottes Lehre" u. s. w. haben wir uns bereits in diesen Blättern ausge-r sprachen. Wir wollen hier nur noch fragen, welche Artikel der Allg. Zeitung des Judenthums denn doch die Wahrheit enthalten sollen, und welchen man daher glauben soll, ob denen, welche lehren und behaupten, daß Israel „von Adam an bis heute (sich) seiner Aufgabe bewußt den Nationen Gottes Lehre lehrend" ein Missionsvolk sei und Mission getrieben habe und noch treibe, oder denen, welche eine solche Mission gradezu leugnen? Beiderlei Artikel enthält die genannte Zeitung. In Nr. 21 S. 284 von 1856 lesen wir in einer „Privatmittheilung aus Oberungarn" Folgendes: „Es giebt daher selten Ortschaften, wo nicht christliche Kinder von jüdischen Lehrern in den Normalgegenständen unterrichtet werden. Von dem jüdischen Religionsunterrichte werden sie natürlich ausgeschlossen, und nehmen während dieser Zeit Katechisationsstunden beim Ortspfarrer, wozu solche von dem jüdischen Lehrer zumeist strenge angehalten werden, da die Proselytenmacherei dem Judenlhume fremd ist. — Was um so sonderbarer! Der jüdische Lehrer übernimmt den Unterricht solcher Kinder gewöhnlich mehr aus Gefäl-