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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 10-11 (1857) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
10-11 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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148 sein, daß Israel doch nur ein Volk ist und alle anderen Menschen als gar nicht der Beachtung Werth gedacht werden, da ja Israel vor ihnen gewesen ist und nach ihnen allein sein wird? Wer weiß das? — Zunächst möchten wir jedoch den Vers, um Aufschluß bitten über den Zusammenhang und die Einheit des im ersten Theil Gesagten mit dem was hier steht. Dort hat er uns belehrt und den Trost gegeben, daß die „ganze Menschheit eine Pflanzung der Wonne Gottes, und das Peßachfest im Blüthenmond eine Bürgschaft für die ganze Menschheit sei, daß sie nicht altere und vergehe;" hier im zweiten Theile beginnt er gleich mit dem Triumphe, daß „Israel geboren vor allen Völkern urkräftig lebe nach aller Völker Tode." Wo und was für eine Bürgschaft haben wir armen Heldenvölker nun aus dem Peßachfeste im Blüthenmond? Wo ist unsre Bürgschaft, daß wir „die Pflanzung der Wonne des Herrn sind unvergänglich," daß wir „nicht altern, nicht vergehen werden," da hier der Vers, schon die Zeit steht und sich derselben freut, wenn wir alle gestorben sind und nur er noch urkräftig lebt? Nach aller Völker Tode kann doch unmöglich etwas Anderes heißen, als alle Völker sind gestorben und nur Israel ist allein übrig. Hat er uns mit jener „Bürgschaft" nur eben so täuschen wollen, wie der ganze Handel des Verkaufens des Sauerteiges an die Christen nur eine Täuschung ist. Sauerteig, Achter, purer Sauerteig ist die ganze Bürgschaft des Verfs. Hat er im ersten Theil Wahrheit gesprochen, so muß hier im zweiten Theile Lüge sein, oder umgekehrt; doch eS giebt noch ein Drittes, nämlich dies, der erste Theil ist Lüge, und so ist dieser Anfang des zweiten! So wenig wir in der Vergangenheit Israel jemals allein auf Erden sehen, so wenig wird es auch in Zukunft jemals allein die ganze Erde inne haben; es sei denn, daß man von einem geistigen Israel rede, und unter demselben das Volk verstehe, das aus allen Völkern und Nationen durch den Glauben an Jesum Christum zu Gott bekehrt das wahre Israel ausmacht. Dies Israel Gottes hat die Verheißung, daß es die Erde besitzen soll; das leibliche Israel aber hat die Verheißung, in dem Lande zu wohnen, das ihnen schon zur Zeit Abrahams zugesagt ist, das sie unter Josua einnahmen, aus dem sie in Folge der Verwerfung ihres Messias und

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